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„Erlebnisse, die man nie vergisst“

Kinderchor der Kurhessischen Kantorei „Erlebnisse, die man nie vergisst“

Der Marburger Kinderchor hat Zuwachs bekommen: Jetzt singen rund 
70 Kinder unter der Leitung von Nils Kuppe und Cosima Friedrich. Auch 
die großen Werke der 
Kirchenmusik stehen auf dem Programm.

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„Die Großen“ und „die Kurrende“ des Marburger Kinderchors sind auch schon zusammen mit den „Jungen Streichern Marburg“ in der Elisabethkirche aufgetreten.

Quelle: Archivfoto: Manfred Schubert

Marburg. Sie kommen aus Marburg, Cappel oder Bauerbach und haben eines gemeinsam: Sie lieben das Singen. Die jungen Sängerinnen und Sänger des Marburger Kinderchores, der sich jetzt mit dem Kinderchor der Kurhessischen Kantorei zusammengetan hat, proben unter der Leitung von Bezirkskantor Nils Kuppe.

Der führt schon seit rund acht Jahren den Marburger Kinderchor, seit fünf Jahren teilt er sich die Leitung mit Cosima Friedrich. „Ich habe selbst als Kind die großen Chorwerke der Kirchenmusik mit gesungen“, erklärt Nils Kuppe seine Leidenschaft für die Arbeit mit Kindern. „Das sind Erlebnisse, die man nie mehr vergisst.“

Mit seiner Chorarbeit will er den Grundstein dafür legen, dass sich Kinder für klassische Musik begeistern. Natürlich sei das Proben mit Kindern anstrengender als mit Erwachsenen, gibt der Bezirkskantor zu, der auch die Kantorei der Elisabethkirche leitet. Aber es mache eben auch besonders viel Freude.

„Was mir so viel Spaß macht, ist die Direktheit der Kinder“, sagt er weiter. „Sie sagen auch ganz klar, wenn ihnen etwas nicht gefällt.“ Vor etwa acht Jahren hat er mit nur einem Kind im Kinderchor angefangen, erzählt Kuppe, aber es wurden schnell mehr. Jetzt sind es zusammen mit dem Kinderchor der Kurhessischen Kantorei etwa 70 Kinder, die in drei Gruppen proben. Die Gruppen heißen „die Kleinen“, „die Großen“ und „die Kurrende“.

Eine spielerische Herangehensweise

„Die Kleinen“, das sind die Kinder ab dem letzten Kindergartenjahr bis zur ersten Klasse. Mit „die Großen“ sind die Schüler aus der zweiten, dritten und vierten Klasse gemeint, in der „Kurrende“ singen Kinder ab der fünften Klasse mit. Der Chor fasst Kinder aus verschiedenen Kirchengemeinden zusammen, ist also auf der Ebene des Kirchenkreises organisiert.

Mit den ganz kleinen Nachwuchskünstlern geht Kuppe sehr spielerisch an das Singen heran. Auch Volkslieder, Tier- und Naturlieder stehen auf dem Programm. Die etwas Größeren bekommen auch schon mal ein Notenblatt in die Hand, aber vor allem, damit sie den Text vor Augen haben. Die Kinder und Jugendlichen der Kurrende im Alter bis etwa 14 Jahre beschäftigen sich dann näher mit den Grundlagen des Notenlesens, aber insgesamt spielen Noten keine so große Rolle. „Die Kinder singen viel auswendig“, erklärt Kuppe.

Nach der Konfirmation dürfen sie im Erwachsenen-Chor der Elisabethkirche mitsingen, wenn sie das möchten. Mit dem Marburger Kinderchor hat Kuppe als nächstes die Aufführungen der Johannespassion am 21. und 22. März zusammen mit der Kantorei der Elisabethkirche im Visier.

Die etwas älteren Kinder werden alle Choräle und die kleinen Chöre des Oratoriums mitsingen. Zusätzlich werden die Chorkinder in diesem Jahr Gottesdienste mit gestalten und auch kleinere eigene Projekte singen. Gleich nach den Weihnachtsferien geht es weiter mit den Proben im Martin-Luther-Haus.

von Bettina Preussner

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