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Entspanntes Sommerfest mit viel Musik

Summer in the City rund ums KFZ Entspanntes Sommerfest mit viel Musik

Die Stimmung ist heiter, der Abend lau. Sanft säuselt Stimmengewirr durch die Schulstraße, die mit Biergarnituren, Essensständen, Trödlern, Flohmarktmetern und einer Bühne bestückt ist.

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Das KFZ-Sommerfest lockt seit Jahren viele Besucher  mit ganz viel Musik in die Schulstraße: Umsonst sowie drinnen und draußen spielten unter anderem der Kinderliedermacher Ferri, die Barulheiros, „The Heads“ und „Bourbon Seas“.

Quelle: Ben Wangler

Marburg. Die Straße vor dem KFZ hat sich in eine beschauliche Promenade verwandelt, nur Flaneure findet man weniger. Man sitzt vor allem im aufgestellten Biergarten oder auf der Straße, trinkt, isst, unterhält sich und die Musik rieselt so nebenher. Auf dem Grill brutzeln hausgemachte Würste und abends glüht die gedimmte Beleuchtung von Vinyl-Verkaufsstand und gegenüber stehender Crêpe-Bude. Sehr gemütlich, der Sommerabend ist rund, das ist „Summer In The City“ - so wie es der Titel des eintrittsfreien KFZ-Sommerfestes ankündigte. Die eingeladenen Bands boten tanzbare, leichte Rhythmen ganz nach Publikumsgeschmack, wenn auch die Marburger zunächst mindestens vier Meter Sicherheitsabstand zur Bühne hielten und erst von den „Bourbon Seas“, der vorletzten Band, aus der Reserve gelockt und mit Tanzwut angesteckt wurden.

Sechs Trommler zeigen ihr Können

Nach dem Kinderprogramm, charmantem Mitmach-Theater von „Ferri“, das von Piraten und Seefahrt erzählte, wirbelten die „Barulheiros“ mit Drumrock auf die Bühne. Es krachte. Sechs junge Trommler aus Witten (bei Dortmund) mit neongrün-schwarz gestreiften Schlipsen schlugen auf ihre umgehängten Doppelhäute und bewegten sich dazu in gefälligen Choreographien. brachial, musikalisch, herausfordernd oder anstrengend war diese wilde, kraftvolle Performance nicht. Mit eingängiger Sambarhythmik und schönen Funkbeats pulsierte der griffige Trommelsound und ließ sogar die ersten Tanzbeine zucken.

Tolle, Anzug und Krawatte

Mit „The Heads“ trat eine relativ klassische Rock ’n’ Roll-Combo aus der Marburger Region auf, ebenso klassisch mit Tolle, Anzug und Krawatte. Mit leichten Melodien und ansprechenden Riffs schunkelten sie durch ihr Bühnenprogramm, doch war der Auftritt zu starr und leidenschaftslos für das Marburger Publikum. Dagegen leidenschaftlich spielte „Bourbon Seas“ aus Heidelberg und begeisterte mit rauem Alternative/Indie-Rock, der nicht besonders überraschte, aber durch den packend dramatischen Gesang von Frontmann Chris sowie die treibenden, kontrastreich kombinierten Gitarren auffiel. Für einen gelungenen Abschluss sorgte „The Magic Touch“, eine in der deutschen Reggae-Szene bereits etablierte Formation aus Berlin und Leipzig, die vom frühen Reggae der 1960er Jahre inspiriert ist und diesen mit Ska, Rocksteady und Soul abwechslungsreich verbindet.

Das gutbesuchte Sommerfest war eine freundliche Geste des Kulturzentrums, als „Dankeschön“ vom Veranstalter an das über das Jahr hinweg treue Publikum.

von Ben Wangler

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