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Endspurt für den Komödienklassiker

Hauptmannvon Köpenick in Amöneburg Endspurt für den Komödienklassiker

Mit Hochdruck arbeitet Regisseur Peter Radestock mit seinem Team am „Hauptmann von Köpenick“. Am Mittwoch, 19. Juni, hat die Komödien von Zuckmayer in Amöneburg Open-Air-Premiere.

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Manfred Gorr spielt in Peter Radestocks Inszenierung den „Hauptmann von Köpenick“.

Quelle: Depro

Amöneburg. Schwalben fliegen fröhlich am Abendhimmel. Bei strahlendem Sonnenschein schweift der Blick von der historischen Stadtmauer der Amöneburg weit hinaus ins Amöneburger Becken, über Dörfer inmitten grüner Felder.

Doch für diese landschaftlichen Schönheiten haben Peter Radestock und sein Team am Dienstagabend keinen Blick. Sie proben erstmals in den Kulissen, die Ausstatter Axel Pfefferkorn auf den Festplatz des Städtchens unmittelbar neben der Stadtmauer gezimmert hat. Radestock (68) arbeitet seit vielen Jahren mit seinem Freund Pfefferkorn (70) zusammen - alleine am Hessischen Landestheater haben sie gemeinsam 51 Produktionen auf die Bühne gebracht.

Und jetzt „Der Hauptmann von Köpenick“, Carl Zuckmayers „deutsches Märchen“ aus dem Jahr 1931, das sich zum Bühnen- und Filmhit entwickelt hat. Der Part des Schusters Wilhelm Voigt, der in die Uniform eines Hauptmanns schlüpft und im obrigkeitshörigen Preußen der Jahrhundertwende, das Rathaus von Köpenick stürmt, ist eine Paraderolle für einen Komödianten.

Alte Bekannte

Radestock hat dafür Manfred Gorr gewonnen, mit dem er seit vielen Jahren immer wieder zusammenarbeitet. Auch die anderen Rollen sind mit alten Bekannten aus dem Hessischen Landestheater besetzt: David Gerlach, Stefan Gille, Michael Köckritz, Jochen Nötzelmann, Markus Klauk und Harald Schwamm haben zu Radestocks Zeiten in Marburg gespielt. Hinzu kommen Cathrin Bürger und Christin Deuker, die Tochter des Veranstalter Michael Deuker. Sie hat ein Musicalstudium absolviert und wird auch einige Berliner Lieder singen. Die Dramaturgie und Regieassistenz übernimmt Annelene Scherbaum, die früher ebenfalls am Landestheater beschäftigt war.

„Der Hauptmann“ ist die wohl populärsten Komödie des Dramatikers Zuckmayer (1896 - 1977). Sie wurde dreimal verfilmt, unter anderem mit Heinz Rühmann. Für Radestock ist das Stück bis heute aktuell: „Die deutsche Bürokratie und die Allmächtigkeit von Behörden hat nach wie vor Bestand“, sagt er. Das Stück zeige mit viel Witz den „Kampf des kleinen Mannes gegen Windmühlen“.

Zuckmayer hat eine wahre Geschichte als Vorlage gewählt: Zwar wurde der echte Schuster Voigt nach seiner „Köpenickiade“ 1906 als Volksheld gefeiert, doch kannte die preußische Bürokratie keine Gnade. Sie schickte ihn ins Gefängnis und verwies ihn anschließend des Landes. Zuckmayers Schluss ist dagegen versöhnlich.

„Wir liegen gut in der Zeit“, meint Radestock, der am 7. Mai mit den Proben begonnen hat. Einige Proben sind im Mai wegen des schlechten Wetters ausgefallen, „aber das kalkuliert man ja ein“. Am Montagabend ist die erste Hauptprobe mit Licht und Kostümen, am Dienstag die zweite. Mittwochvormittag ist Generalprobe - und am Abend wird es ernst.

OP-Gewinnspiel

Zu unserem Gewinnspiel zum „Hauptmann von Köpenick“ gingen rund 300 Zuschriften ein. Jeweils zwei Karten für die Premiere am Mittwoch, 19. Juni, ab 20.30 Uhr haben gewonnen:

Günter Schuchardt aus Schönstadt, Wolfgang Stange aus Marburg, Christa von Schwichow aus Kirchhain, Konrad Nau aus Bellnhausen, Bianca Ranft aus Kirchhain, Günter Schmidt aus Fronhausen, Doris Cloos aus Schröck, Inge Lotz aus Marburg, Liane Bingel aus Ebsdorf und Manfred Schicht aus Stadtallendorf. Herzlichen Glückwunsch und viel Vergnügen. Die Karten liegen an der Abendkasse bereit.

Service

Aufführungen: Vom 19. Juni bis 7. Juli stehen an der Schlossruine der Amöneburg 15 Vorstellungen auf dem Programm. Gespielt wird von Mittwoch bis Sonntag jeweils um 20.30 Uhr, am 30. Juni zusätzlich um 16 Uhr.

Karten: Karten gibt es im Vorverkauf unter anderem in den OP-Geschäftsstellen im Schlossberg-Center und im Franz-Tuczek Weg, über Telefon unter 06453 / 912470, im Internet unter www.depro-concert.de sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Parken: Am besten parkt man am Amöneburger Sportplatz. Von dort aus werden die Besucher mit kostenlosen Shuttlebussen zur Ritterstraße befördert.

von Uwe Badouin

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