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Einer gegen den Rest der Welt

Hessisches Landestheater: „Ein Volksfeind“ Einer gegen den Rest der Welt

Der Norweger Henrik ­Ibsen hat seinen Helden in „Ein Volksfeind“ als „Strudelkopf“ bezeichnet. Ab Samstag führt er ­seinen einsamen Kampf auf der Bühne des Hessischen Landestheaters.

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Eine Szene aus „Ein Volksfeind“ mit Julia Glasewald (von links), Leonie Rainer, Stefan A. Piskorz, ­Maximilian Heckmann und Daniel Sempf.

Quelle: Christian Buseck

Marburg. Amina Gusner ist neu am Landestheater: Henrik Ibsens 1883 uraufgeführtes Drama „Ein Volksfeind“ ist ihre erste Regiearbeit in Marburg. Sie will zeigen, dass der alte Stoff über einen Arzt, der die Menschen vor verseuchtem Wasser schützen will und gegen eine „kompakte Majorität“ in seiner Stadt ankämpft, aktueller ist denn je. Seine Erkenntnisse bedrohen den Wohlstand der Stadt, die von Kurgästen lebt.

So bringt er alle gegen sich auf: Sein Bruder, der der Bürgermeister ist, und die Mehrheit der Bürger wollen alles unter den Teppich kehren. Es geht um gut und böse, richtig und falsch, und darum, wie schnell jemand ein „Volksfeind“ werden kann, wenn er nicht der „kompakten Majorität“ angehört.

Die Regisseurin Amina Gusner wurde 1965 in Moskau geboren, studierte an der Berliner Schauspiel-Kaderschmiede „Ernst Busch“ und inszenierte seit 2003 an großen Bühnen: am Staatstheater Kassel, am Maxim Gorki Theater Berlin und am Theater am Kurfürstendamm Berlin, und von 2009 bis 2012 war sie Schauspieldirektorin Theater und Philharmonie Thüringen (Gera/Altenburg).

Für das Bühnenbild und die Ausstattung zeichnet Johannes Zacher verantwortlich. Stefan A. Piskorz spielt den kämpferischen Art Dr. Thomas Stockmann, Julia Glasewald ist als seine Frau, Leonie Rainer als seine Tochter zu sehen. Tobias M. Walter spielt den Bürgermeister Peter Stockmann. Jürgen H. Keuchel, Maximilian Heckmann, Daniel Sempf sowie Thomas Huth sind in weiteren Rollen zu sehen.

  • „Ein Volksfeind“ hat am Samstag um 19.30 Uhr auf der Bühne im Theater am Schwanhof Premiere. Für die Premiere gibt es noch Restkarten.

von Uwe Badouin

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