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Eine wahrhaft atemberaubende Show

„Nacht der Gitarren“ Eine wahrhaft atemberaubende Show

Bis auf die letzte Bierbank gequetscht warten die Zuschauer im restlos ausverkauften KFZ auf den Beginn der langen „Nacht der Gitarren“. Vier internationale Saitenvirtuosen treten an, um das Publikum zu begeistern.

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Brian Gore (von links), André Kringel, Mike Dawes und Lulo Reinhardt sind eigentlich Solisten: Im KFZ traten sie in den unterschiedlichsten Formationen auf.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Vor mehr als 20 Jahren veranstaltete Brian Gore, der kalifornische „Poet der Akustikgitarre“, sein erstes Gitarrenfestival in einem umgebauten Waschsalon in San Francisco. Seitdem lädt er regelmäßig Saitenzauberer ein, die das Publikum bei der „International Guitar Night“ mit spektakulären Shows begeistern.

Derzeit ist Gore gemeinsam mit Lulo Reinhardt, Großneffe der Gipsy-Jazz-Legende Django Reinhardt, dem englischen Fingerstyle-Virtuosen Mike Dawes und dem Saitenhexer André Kringel auf großer Tour durch Deutschland, bei der sie die hohe Kunst des Gitarrenspiels zelebrieren.

Vertieft in eine Tonfolge beginnt Gore den Abend und zupft minutenlang auf den Saiten seiner Akustikklampfe, verschmilzt mit seinem Instrument in sanften Melodien, bevor er seine Mitspieler ankündigt. Mit jeweils zwei Liedern zeigen die Künstler zuerst solo, auf was sich die Zuschauer im Laufe des Abend einstellen können.

Eine feurige Mischung

Später treten die Künstler zwischen den Soloauftritten in unterschiedlichen Konstellationen auf die Bühne und vereinen ihre unterschiedlichen Musikstile zu einem Feuerwerk aus virtuosen Solo-, Duett- oder Quartett-Formationen.

Eine feurige Mischung aus Jazz, Swing, Flamenco und Latin sind die Spezialitäten von Kringel und Reinhardt. Locker und leicht wehen hier die Finger über die Bünde der Gitarren, Akkorde lösen sich in facettenreiche Soli auf.

Wenn der Brite Mike Dawes die Saiten zum Klingen bringt, muss man sich erst mal festhalten. Er wird als einer der kreativsten Saiten-Künstler in Europa gehandelt. Bei seinen rasant gespielten Tonfolgen bekommt man schnell das Gefühl, eine ganze Band auf der Bühne zu hören. Mit vollem Körpereinsatz zupft Dawes Melodien, während er gleichzeitig an immer anderen Stellen klopft, streicht und dämpft.

Egal in welcher Konstellation, die begeisterten Zuschauer feiern jedes Stück mit überschwänglichem Applaus. Die vier Künstler bescheren den Marburgern eine wahrhaft atemberaubende Gitarrenshow.

von Jan Bosch

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