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Eine kleine, feine Kirchenkunst-Kostprobe

Kunst Eine kleine, feine Kirchenkunst-Kostprobe

Die kirchenkunstgeschichtliche Abteilung des Museums im Wilhelmsbau des Landgrafenschlosses sieht gespenstisch aus: Büsten, Skulpturen und Vitrinen sind mit Tüchern und Folien abgedeckt.

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Die Skulpturen der Kirchenkunst-Abteilung sind abgedeckt.

von Christine Krauskopf

Marburg. 18.000 Euro bekam das Museum von der Sparkassen-Stiftung (die OP berichtete), und das Geld wird nun in die Umgestaltung des Saals gesteckt, der die Kirchenkunst zum Thema hat. Der Saal wurde 1981 von dem damaligen Museumsdirektor Dr. Carl Graepler eingerichtet und seither kaum verändert. „Er hat es gut gemacht“, urteilt Dr. Fabian Fröhlich, der das Museum im Schloss betreut. Grundlegende Veränderungen sind daher nicht vorgesehen. Einige Zwischenwände werden verschwinden, eine mit ihren Sockeln nur umgedreht, andere verschoben. Ob sich Fröhlichs größter Wunsch für den etwa 230 Quadratmeter großen Saal, eine zeitgemäße Beleuchtung mit vielen Spots, verwirklichen lässt, ist eine Frage des Geldes.

Fröhlich möchte das Augenmerk jedoch – im Hinblick auf Touristen – mehr auf die berühmte Heilige lenken. Er plant, die Zahl der Objekte von bisher 330 um 30 bis 40 zu reduzieren. Einige tauscht er unter anderem mit Exponaten aus, die erst nach der Gestaltung vor fast 30 Jahren in den Bestand gekommen und bisher noch nie öffentlich gezeigt wurden. Die Objekte sollen mit ausführlichen Informationen versehen werden.

Einen Vorgeschmack auf die kommende Gestaltung bekommen Besucher bereits jetzt zu sehen: Gleichsam als Ersatz für die derzeit geschlossene Abteilung hat Fröhlich einige Vitrinen mit Kirchenkunst bestückt, die viel Aufmerksamkeit verdienen. „Es sind Prunkstücke, die sonst leicht untergehen“, sagt er.

Die Achat-Schale und das kleine Reliquienkästchen sollen der Legende nach der heiligen Elisabeth selbst gehört haben. Das kleine, schmucke „Häuschen“ enthält winzige Knochen- und Stoffreste, angeblich vom heiligen Franziskus. Das Reliquiar wurde aus den Trümmern der Firmanei-Kapelle geborgen, die einst in der Nähe der Elisabeth-Kirche über dem Sterbeort der Heiligen errichtet wurde.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Freitagsausgabe der OP.

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