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Eine Tour durch die Welt der Musik

Sinfonisches Blasorchester des VfL Marburg Eine Tour durch die Welt der Musik

Das sinfonische Blasorchester des VfL Marburg geht demnächst auf Tournee durch Schweden. ­Folgerichtig heißt das neue Programm der rund 50 Musikerinnen und ­Musiker „On Tour“.

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Erstmals nahm das große sinfonische Blasorchester des VfL Marburg auf der neuen Bühne des Kulturladens KFZ Platz. Das Foto zeigt einen Ausschnitt des rund 50-köpfigen Ensembles.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Das sinfonische Blasorchester des VfL Marburg zeigte am Samstag im Saal des KFZ sein neues Programm „On Tour“. Unter der Leitung von Ulrich Moormann führte das Orchester Arrangements auf, die sich von klassischen Songs bis hin zu Musical-Klassikern und Filmmusik erstreckten. Anlässlich seines 35-jährigen Bestehens spielte das Ensemble sowohl bekannte und beliebte Repertoirestücke wie Billy Joels „Leningrad“ als auch Orchesterpremieren wie etwa ein Medley aus Highlights des Musicals „Tanz der Vampire“. Das Programm umfasst zehn Stücke, mit denen das Orchester in diesem Jahr durch Schweden touren wird.

Das sinfonische Blasorchester schöpft in seinem Programm seine gesamte musikalische Bandbreite aus. Mit dem Medley aus dem Musical „Tanz der Vampire“ stellte das Ensemble seine dynamische Stärke heraus. Sowohl das standhafte Forte aber auch die weichen Pianoklänge zeichneten sich als Qualität des Orchesters heraus. Das Saxofonsolo stach hier durch seine Exaktheit hervor und überzeugte die Zuhörer, die sich mit Jubel erkenntlich zeigten.

Schwierigkeiten beim Themenwechsel

Der anschließende Klassiker „Leningrad“ von Billy Joel erzeugte nach einem etwas holprigen Beginn durch die herausstechend präzise Spielweise der Klarinetten und Flöten eine spannungsgeladene Atmosphäre. Die von Joel eingearbeiteten russischen Einflüsse in die Komposition arbeitete das Orchester beispielhaft heraus. Es zeigte damit seine Wandlungsfähigkeit.

Die Komposition „Carribean Variation on a tune“ von Jacob de Haan bereitete dem Ensemble allerdings einige Probleme. Der Song beschreibt zunächst den ruhigen Eindruck eines karibischen Strandes, der durch die sanfte Spielweise des Orchesters hervorgehoben wurde. Dieser Strandeindruck wandelt sich dann im Laufe des Songs zum Bild eines karibischen Festes.

Der Themenwechsel bereitete dem Orchester Schwierigkeiten im Halten des Tempos, sodass Schlagzeug und Bläser asynchron spielten. Nach diesen anfänglichen Problemen fing sich das Ensemble dennoch schnell und schaffte es, einen Hauch der Karibik nach Marburg zu bringen.

Ein Spiel mit dem Klang

Die bekannte Musik des Films „Die glorreichen Sieben“ von Elmer Bernstein wurde vom Orchester in einem Arrangement von Scott Richard vorgetragen. Mit seiner Kraft und Sauberkeit überzeugte das Trompetensolo. Das daran anschließende ruhige Flötensolo übernahm die von den Trompeten vorgegebene Kraft und hielt die Energie des Stückes konstant hoch. Bei diesem Song zeigte sich die gute Abstimmung sowohl innerhalb der Spieler selbst als auch zwischen dem Ensemble und Ulrich Moormann. Die Wechsel der Tempi gelangen mühelos und fließend.

Zum Abschluss belohnte das sinfonische Blasorchester sein Publikum mit dem „Wild cat Blues“ von Chris Barber auf eine besondere Weise. Yvonne Wick, Vizedirigentin des Orchesters, spielte das bestimmende Klarinettensolo, während sie sich durch den Raum bewegte und damit den Klangeindruck variierte. Das verspielte Jazzstück trug sie mit einer betonten Leichtigkeit vor, die sich auf das Publikum übertrug. Sie selbst stellte dabei ihr Instrument in den Mittelpunkt und nahm ihre eigene Person aus dem Spiel zurück, was ihre Leidenschaft für das Spiel umso deutlicher hervorbrachte.

Begeistert von der Leistung des sinfonischen Blasorchesters des VfL Marburg entließ das Publikum das sichtlich zufriedene Ensemble mit stürmischem Applaus.

von Luisa Göhler

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