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Eine Hommage an Gustav Jenner

Marburger Schlosskonzerte beginnen Eine Hommage an Gustav Jenner

Mit einem Klavierabend mit Solvejg Henkhaus zum 150. Geburtstag des Marburger Komponisten Gustav Jenner beginnen am Samstag die Marburger Schlosskonzerte.

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Solvejg Henkhaus gestaltet das Auftaktkonzert der Marburger Schlosskonzerte am kommenden Samstag mit einem Klavierabend.

Quelle: Veranstalter

Marburg. Gustav Jenner wurde am 3. Dezember 1865 in Keitum auf Sylt geboren. Über seine Bekanntschaft mit dem Dichter Klaus Groth kam er nach dem frühen Tod seines Vaters nach Wien, wo er 1888 der einzige Kompositionsschüler von Johannes Brahms wurde.

Nach sieben Studienjahren in Wien gelangte Jenner auf Empfehlung von Brahms nach Marburg, wo er von 1895 bis zu seinem Tod am 29. August 1920 als Universitätsmusikdirektor und Dirigent des Akademischen Konzertvereins wirkte. Sein musikalischer Nachlass befindet sich im Bestand des Hessischen Musikarchivs in Marburg. Er besteht zu etwa zwei Dritteln aus Vokalkompositionen und zahlreichen Instrumentalwerken.

Beim Eröffnungskonzert der Marburger Schlosskonzerte spielt die junge Pianistin Solvejg Henkhaus drei Balladen und drei Stimmungen Gustav Jenners sowie drei Klavierstücke aus op. 118 und die 3. Sonate f-Moll op. 5 von Johannes Brahms.

Streicher-Trio gastiert am 15. August im Fürstensaal

Solvejg Henkhaus wurde 1987 in Marburg geboren. Im Alter von vier Jahren lernte sie Blockflöte; mit sechs Jahren begann sie Klavier zu spielen. Bis zu ihrem Abitur 2006 erteilte ihr Charlotte Schmidt-Schön an der Musikschule Marburg Klavierunterricht. Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und besuchte zahlreiche Meisterkurse im In- und Ausland.

Im Juli 2014 absolvierte sie ihr Diplom sowie den Master of Music in Performance an der Hochschule für Musik Würzburg mit Auszeichnung. Derzeit ist sie Meisterschülerin von Professor Karl Betz in Würzburg. Der Klavierabend beginnt Samstag, 1. August, um 19.30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses.

Am 15 August gibt es im Rahmen der Schlosskonzerte Streicher-Trios von Bach, Mozart und Reger. Beim Finsterbusch-Trio teilen drei exzellente Berliner Orchestermusiker ihre Leidenschaft für außergewöhnliche kammermusikalische Konzertprogramme. Mit der Darbietung von drei Trio-Sonaten, jeweils eine von Bach, Mozart und Reger, spannt das Programm einen kontrastreichen Bogen über 300 Jahre Kammermusikgeschichte. Das Konzert findet ab 19.30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses statt.

Gesamtes „Italienisches Liederbuch“ am 19. September

Am 5. September gibt es ein Flötenspektakel: Mit erstaunlicher klangfarblicher und dynamischer Vielfalt, rhythmischer Spannkraft, präziser Artikulation und brillanter Technik vermögen die acht Musikerinnen von „Flötenspektakel“ aus Frankfurt immer wieder, ein breites Publikum zu begeistern. Das bei den Schlosskonzerten bereits schon einmal aufgetretene Ensemble entführt mit charmanten und informativen Moderationen ab 19.30 Uhr in der Kugelkirche auf eine „Musikalische Zeitreise“ durch insgesamt 300 Jahre Musikgeschichte.

Die seltene Gelegenheit, an einem Konzertabend sämtliche Lieder aus Hugo Wolfs „Italienischen Liederbuch“ hören zu können, bietet sich beim vierten Schlosskonzert am 19. September. Mit der italienischen Sopranistin Karola Pavone, der aus Neuseeland stammenden Pianistin Deborah Rawlings und dem Bariton Martin Schmidt haben sich drei versierte und international erfahrene Interpreten zusammengefunden, welche die in deutscher Sprache übersetzten volkstümlichen italienischen Gedichte über Liebe, Leid und Eifersucht in der spätromantischen Vertonung Hugo Wolfs interpretieren. Das Konzert findet im Fürstensaal des Landgrafenschlosses statt. Beginn ist 19.30 Uhr.

Gedenken an Dr. Margret Lemberg

Das Abschlusskonzert der Schlosskonzerte 2015 bestreitet am 18. Oktober das Marburger Kammerorchester unter dem Dirigat von Michael Muche mit einem „englischen“ Programm. Mit Johann Christian Bachs „Londoner Sinfonietta Nr. 1“ und jeweils einer Suite von Parry, Warlock und Brigde präsentiert sich das Kammerorchester in großer Besetzung mit einem anspruchsvollen und äußerst hörenswertem Programm. Auch dieses Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Fürstensaal.

Außerdem soll es auch in diesem Jahr zum Jahresschluss am 30. Dezember im Hessischen Staatsarchiv Marburg ein Konzert in Zusammenarbeit mit dem Marburger Geschichtsverein geben. Das Ensemble „echo du danube“ mit Johanna Seitz am historischen Hackbrett, Christian Zincke an der Gambe und einem Lautenisten wird mit seinem Programm „Das Zymbal am Baum hing/über sein Herz ein Traum ging“ zu hören sein. Das Konzert ist dem Andenken an Dr. Margret Lemberg gewidmet. Es findet im Landgrafensaal des Hessischen Staatsarchivs in Marburg statt. Beginn ist um 19 Uhr.

von unseren Redakteuren

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