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Eine Botschaft für den Frieden

Theater Gegenstand präsentiert „Lebenswille“ Eine Botschaft für den Frieden

Um die Geschichte Syriens und den Überlebenswillen des syrischen Volkes geht es in dem Theaterstück „Lebenswille“, mit dem Theater Gegenstand Premiere feiert.

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Autor und Regisseur Khaldoun Alhaj Khalaf (Mitte) spielt selbst den unbarmherzigen Arzt, Camilla Schütt (rechts) ist Syriana, Nadja Mutaafi die Krankenschwester.

Quelle: Heike Döhn

Marburg. Die freie Theatergruppe gibt damit dem syrischen Theatermacher Khaldoun Alhaj Khalaf ein Forum, der das Stück in nur einer Nacht geschrieben und darin die Situation seines Heimatlandes auf den Punkt bringen möchte. Khalaf lebt seit acht Monaten in Cölbe und möchte mit der Premiere in der evangelischen Kirche in Cölbe dem Ort und seinen Menschen auch etwas zurückgeben – deshalb kostet die Aufführung auch keinen Eintritt.

Der 1991 in Aleppo geborene Khalaf hat in Damaskus mit dem Theaterspielen begonnen, schrieb dann eigene Stücke und gründete die Theatergruppe Khaldoun. Mit seinen satirischen Stücken wollte er auf Missstände unter dem Assad-Regime aufmerksam machen – wegen dieses Engagements musste er 2014 aus Syrien fliehen.

Nun möchte er auch in Deutschland mit seinen Stücken Zeichen setzen. „,Lebenswille‘ soll ein Stück für den Frieden sein“, betont er. „Es soll zeigen, was in Syrien passiert ist und noch passiert.“ Geschrieben hat er „Lebenswille“ auf arabisch, aufgeführt wird es in deutscher Sprache. Auch Khalaf spricht seine Rolle auf deutsch, obwohl er die Sprache noch nicht gut kann – wovon beim Spiel aber nichts zu bemerken ist.

Schüler und Studenten wirken mit

Theater Gegenstand unterstützt die Produktion, bei der deutsche Schüler und Studierende mitwirken, organisatorisch. Die Produktion wird außerdem gefördert vom Marburger Kulturamt.

Im Zentrum steht die junge Frau Syriana, die in den Fängen eines Arztes ist, der mit ihr Experimente durchführt und sie an ein Eisenbett gefesselt gefangen hält. Syriana fleht um Erlösung, aber der Arzt ist unerbittlich. Doch eine Krankenschwester will Syriana helfen.

Die Geschichte ist eine Metapher für die Situation Syriens, der Arzt steht für die Diktatur, die Krankenschwester für die Rebellen. Damit die komplexe politische Situation auch verständlich wird, ist die Handlung umrahmt von Nachrichtensprechern, die die Hintergründe erläutern. Außerdem gibt es Aufnahmen von Syrien vor dem Krieg und Musik aus Syrien und aus Deutschland.

Alles zusammen soll eine Botschaft für den Frieden und die Hoffnung sein, sagt Khalaf. Er will auf jeden Fall weiter Stücke schreiben in Deutschland – „Theater ist das, was ich kann.“

  • Premiere feiert „Lebenswille“ am Samstag, 9. April, ab 20 Uhr in der evangelischen Kirche in Cölbe, Weimarer Straße 2. Zu sehen ist das Stück auch am 22. April ab 20 Uhr in der Marburger Waldorfschule sowie am 3. und 4. Mai ab 20 Uhr in der Waggonhalle. Der Eintritt ist jeweils frei, um eine Spende wird jedoch gebeten.

von Heike Döhn

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