Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Eine Begegnung auf Augenhöhe

Konzert Eine Begegnung auf Augenhöhe

Kirchenmusik und Hip-Hop sind nicht gerade als die engsten Freunde bekannt. Was passiert, wenn sie zusammentreffen? Am 14. und 15. Januar ist das in der Waggonhalle zu erleben.

Voriger Artikel
Eine zweite Chance für die Liebe
Nächster Artikel
Liam Neeson lässt es wieder krachen

Bei „Marburg b(u)y Night“ begleitete Uwe Maibaum (links) „Woodvalley Movement“ in der Elisabethkirche, jetzt kooperiert die Gruppe mit der Kurhessischen Kantorei.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Mitglieder der Gruppe „Woodvalley Movement“ führen gemeinsam mit Sängern der Kurhessischen Kantorei ihr Musical „Hip-Hop Tag und Nacht – wie ein Headspin alles auf den Kopf stellte“ auf.

Zwischen 16 und 19 Jahren alt sind die etwa 20 Jugendlichen aus dem Waldtal. Sie treffen sich im St.Martin-Haus zum Break Dance, Singen, Rappen. Hip-Hop ist ihr Ding: eine kulturelle Strömung, mit der sie gegen soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung angehen wollen.

Sie verbinden Hip-Hop mit Werten wie Gemeinschaftsdenken, Respekt und Toleranz – ganz im Kontrast zum „Gangster-Image“, das viele im Hip-Hop sehen. Mit Uwe Maibaum, dem Leiter der Kurhessischen Kantorei, machen sie schon seit einiger Zeit gemeinsame Sache: Hip-Hop in der Lutherischen Pfarrkirche, unterstützt und begleitet von Maibaum am Klavier, gehörte auch 2014 zu den Rennern während der Aktion „Marburg b(u)y Night“ im November.

Neu ist nun die Kooperation mit einem Chor für geistliche Musik. Etwa 15 Mitglieder der Kurhessischen Kantorei werden wie ein Bühnenchor dazu beitragen, die Geschichte vom Headspin, dem Kopfverdreher zu erzählen. Er bewirkt, dass aus der Nachtwelt eintöniger Arbeit das bunte Tag-Reich des Hip-Hop wird.

Beim Workshop schon beschnuppert

Entwickelt hat die Geschichte Aljoscha Tischkau vom St. Martin-Haus gemeinsam mit den Jugendlichen, und sie ist auch jetzt, kurz vor der Premiere, immer noch im Entstehen. Das gemeinsame Projekt von Kirchenchor, Hip-Hop-Gruppe und Kulturzentrum ist förderwürdig; die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren aus Berlin hat die Finanzierung übernommen.

„Die Kurhessische Kantorei und die Hip-Hop-Gruppe haben sich zunächst einmal bei einem Workshop ein bisschen beschnuppert und die jeweils andere Musik kennengelernt“, erzählt Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum. Die Chormitglieder unterstützen die Jugendlichen bei einigen Stücken und stehen einmal auch alleine auf der Bühne.

„Das Tolle ist, dass man die total unterschiedliche Arbeitsweise der jeweils anderen Gruppe kennenlernt“, sagt Maibaum. „Es treffen Welten aufeinander, aber auf Augenhöhe.“ Die Kurhessische Kantorei arbeite grundsätzlich gerne mit anderen Musikern zusammen und werde auch diese Zusammenarbeit künftig sicher punktuell fortführen.

  • Aufgeführt wird das Stück am 14. und 15. Januar ab 19 Uhr in der Waggonhalle. Die Leitung haben Joana Tischkau, Aljoscha Tischkau und Uwe Maibaum. Karten gibt es bei der Waggonhalle und im St. Martin Haus.

von Heike Döhn

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr