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Ein unterhaltsames Märchenabenteuer

Theater GegenStand: „Die Bremer Stadtmusikanten“ Ein unterhaltsames Märchenabenteuer

Die Märchenvorstellungen des „Theater GegenStand“ sind immer wieder eine vergnügliche Unterhaltung. Nun feierten „Die Bremer Stadtmusikanten“ vor 150 Zuschauern Premiere.

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Esel (Annette Förg, von unten), Hund (Dennis Danner), Katze (Jessica Dietz) und Hahn (Bierte Dersch) suchen ein besseres Leben.

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Das Märchen von den „Bremer Stadtmusikanten“ dürfte jedem Kind geläufig sein. Esel, Hund, Katze und Hahn sind alt und werden von ihren Besitzern nicht mehr gewollt. „Niemand liebt mich mehr“, müssen alle vier feststellen. Zusammen wollen sie ihr Glück als Musiker versuchen. „Ich hörte in Bremen sei vakant, die Stelle als Stadtmusikant“, sagt der Esel zum „Marburger Jagdhund“. Und los geht das Märchenabenteuer, das wieder aus der Feder von Johannes Galli frei nach dem Märchen der Brüder Grimm stammt.

Begleitet wird die Reise nach Bremen von vielen Liedern und einigen Tänzen. Mitklatschen und -singen ist ausdrücklich erlaubt. „Ihr stört nicht – es ist alles klasse“, erklärte Regisseur Artur Förg vor der Vorstellung. Die Lieder sind sehr eingängig und entpuppen sich als Ohrwürmer. Und zum Lachen gibt es natürlich auch etwas, wenn etwa der hungrige Esel dem Müller (Regina Guiwan) die leckere Rübe aus der Hand frisst.

Als die vier Tiere die Räuber in die Flucht schlagen und endlich was zu fressen finden, wird es aber auch mal ernst. Als der Hund in einen Hähnchenschenkel beißen will, kommt es zum großen Aufschrei. Und auch die Salami bleibt ihm verwehrt, denn Eselsalami sei momentan der große Renner.

„Es ist die erste Freundespflicht, ein Freund frisst seine Freunde nicht“, wird ihm erklärt. So bleibt es bei Brötchen mit Milch, wie es die Katze schlabbert – auch wenn es dem Hund nicht wirklich passt. Ein einfacher grauer Strickpulli mit angenähtem Schwanz macht Annette Förg zum Esel, eine Fetzenweste verwandelt Dennis Danner zum „Marburger Jagdhund“, ein Fellmantel und spitze Ohren und Jessica Dietz wird zur alten Katzendame.

Und Bierte Dersch ist auch ohne ihr lautstarkes „Kikeriki“ in ihrem bunten Kostüm gleich als Hahn zu erkennen. Aber auch die anderen Schauspieler geben mit „iah“, „wuff“ und „miau“ ein liebevolles Bild der „Bremer Stadtmusikanten“ ab.  Das etwa einstündige Abenteuer verging wie im Flug. Das Publikum bedankte sich mit kräftigem Applaus, und nach der Vorstellung ließen sich viele Kinder noch mit den verkleideten Darstellern für ein Erinnungsbild mit ihnen fotografieren.

  • Die nächste Aufführung ist am Sonntag, 29. März, um 15 Uhr in der Waggonhalle.

von Mareike Bader

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