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Ein mörderischer Abend

KLesung von Klaus-Peter Wolf Ein mörderischer Abend

Krimifans kamen am Donnerstag voll auf ihre Kosten: Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf las im TTZ aus seinem neuen Roman „Ostfriesenmoor“.

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Der Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf nahm sich in Marburg viel Zeit für seine Leser. Foto: Preussner

Marburg. Dicht an dicht saßen die Fans schon lange vor Beginn der Lesung im Technologie- und Tagungszentrum TTZ. Klaus-Peter Wolf unterhielt sich ganz locker mit seinen Lesern, strahlte gut gelaunt in die Runde und signierte die ersten Bücher. Während des gesamten Abends hatte man den Eindruck, der Kultautor genießt den Kontakt zum Publikum und freut sich über seinen Erfolg.

Zu Beginn der Lesung wünschte Wolf allen einen „mörderisch schönen Abend“ und fing gleich an, aus dem Nähkästchen zu plaudern. So erfuhren die Zuhörer so manches Geheimnis aus der Werkstatt des Erfolgsschriftstellers. „Der achte Kriminalroman der Ostfriesen-Reihe ist schon in Arbeit“, verriet er. „Das Buch wird am 20. Februar herauskommen und „Ostfriesenfeuer“ heißen. Dann hielt er ein großes Notizbuch hoch, in dem seine handschriftlichen Aufzeichnungen für den nächsten Roman zu sehen waren. „Krimiautoren schreiben mit schwarzer Tinte und mörderisch spitzer Feder“, scherzte er und erklärte, dass er alle seine Bücher mit der Hand schreibe.

Der Kultautor erzählte weiter, dass Orte und Figuren in seinen Büchern allesamt aus dem realen Leben gegriffen seien. Jetzt müsse er mit den Folgen dieser Methode leben: Viele Leser pilgerten in die Straße, in der er wohne, und ließen sich dort fotografieren. Für die Spielorte seiner Krimis gebe es inzwischen schon eine App.

Die Lesung aus dem aktuellen Krimi „Ostfriesenmoor“ war dann alles andere als trocken. Der sympathische Schriftsteller, der seine Romane selbst als Hörbücher einliest, zelebrierte sie regelrecht. „Habe ich eine Moorleiche entdeckt?“, las er und schien sich selbst ein bisschen zu gruseln. Alle Figuren gestaltete er äußerst lebendig, den Fotografen, der die Leiche findet, die Negativfigur Rupert, die Kommissarin. Wolf murmelte, brummte, schimpfte und schrie, ganz so wie die Personen in seinem Krimi.

Natürlich verriet er nicht, wer der Mörder ist. „Ich will Ihnen ja die Spannung nicht nehmen“, erklärte er mit einem Augenzwinkern.

Wolfs Bücher aus der Reihe der Ostfrieslandkrimis wurde im vergangenen Jahr mehr als eine Million Mal verkauft. Sein jüngster Roman „Ostfriesenmoor“, der im Februar 2013 erschien, ging mittlerweile 200 000 Mal über den Ladentisch. Es ist der siebente Band seiner Krimireihe mit der Kommissarin Ann Kathrin Klaasen.

von Bettina Preussner

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