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Ein impulsiver Maler mit viel Lebensfreude

Kunst Ein impulsiver Maler mit viel Lebensfreude

Ullrich Eitel schaffte zur dritten Promi-Führung im Universitätsmuseum für Kunst einen eher ungewöhnlichen Bogen von der Kunst zur Tapete zu schlagen.

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Ullrich Eitel mit Frau Kerstin vor dem Schwälmer Hochzeitsreiter, den Eitel Großvater dem Museum hinterließ.

Quelle: Christine Krauskopf

Marburg. Denn diesmal lieferte kein Künstler einen Entwurf an die Marburger Tapetenfabrik, sondern der Geschäftsführer stellte ein Gemälde vor, das sein Großvater Bertram Schaefer nach seinem Tod dem Universitätsmuseum hinterlassen hatte: Den Schwälmer Hochzeitsreiter von Wilhelm Thielmann. Eitel hatte sofort zugesagt, ein Bild vorzustellen. Die Gelegenheit, prominent zu werden, sei einmalig!, scherzte er. Wobei ja genau genommen nicht er, sondern die Marburger Tapetenfabrik prominent sei. Nach Universitätspräsident Volker Nienhaus und dem Kunsthistoriker Dr. Michael Herrmann ist der Diplom Ingenieur Eitel der dritte Marburger Prominente, der zur einer Führung in Museum einlädt. Diesmal waren mehr als 60 Gäste gekommen, um seinen Ausführungen zu lauschen. Der zeigte sich in dem für ihn ungewohnten Metier begabt und gut vorbereitet: Er könne sich noch gut daran erinnern, als sein Lieblingsbild noch in der Halle des Hauses Waldfried am Ortenberg gehangen habe, berichtete Eitel. Der Großvater habe es Gästen gerne nähergebracht. Warum der Hochzeitsreiter Eitels Lieblingsbild ist, ist unschwer zu erraten: Es zieht den Betrachter durch die prächtigen Farben der Natur und die Anmut des flotten Reiters sofort in seinen Bann. In der Schwalm war es Brauch, dass der Bräutigam seine Braut in ihrem geschmückten Brautwagen an der Ortsgrenze abholt. Die sechs bis acht Hochzeitsreiter begleiten ihn. Sie preschten dann gleichsam als Vorhut des Hochzeitspaares im Wettrennen zurück ins Dorf. Der Sieger wurde mit einer Flasche Schnaps begrüßt, die er mit den übrigen teilte.

von Christine Krauskopf

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