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Ein halbes Jahrhundert vokale Klangkunst

Marburger Bachchor Ein halbes Jahrhundert vokale Klangkunst

Seit 50 Jahren gibt es 
den Marburger Bachchor. Er ist längst über die Grenzen Marburgs hinaus bekannt für seine Kon­zerte auf hohem Niveau.

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Der Marburger Bachchor heutzutage bei einem Konzert in der Unikirche.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Marburger Bachchor wurde 1966 gegründet. Schon bald vergrößerte sich sein Wirkungskreis weit über Marburg hinaus. Auch nach 50 Jahren ist der Marburger Bachchor ein junger, ambitionierter und aktiver Chor mit engagierten Mitgliedern geblieben. Sein Ziel: Singen auf hohem Niveau.

Benannt ist der Chor nach dem musikalischen Genie Johann Sebastian Bach. Das ist für den Chor und seine Mitglieder zugleich eine Verpflichtung, anspruchsvolle Chorliteratur aufzuführen. Neben den Werken des Namensgebers zählen dazu auch Kompositionen aus anderen Stilen und Epochen der Musikgeschichte. Internationale Anerkennung erhielt der Marburger Bachchor insbesondere für die Wiederentdeckung und Interpretation des kirchenmusikalischen Werkes des böhmischen Barockkomponisten Jan Dismas Zelenka, eines Zeitgenossen von Bach.

In seiner Geschichte hat der Marburger Bachchor durch zahlreiche Konzertreisen, Auftritte bei internationalen Festivals und Kulturprojekten immer wieder versucht, Brücken zu anderen Kulturkreisen zu schlagen. Prägend für viele Mitglieder aber auch für die Gastgeber waren die Konzerte in Moskau und im Baltikum mitten im politischen Umbruch Anfang der 1990er Jahre.

Rundfunkaufnahmen sowie die Einspielung von Schallplatten und CDs runden das große Spektrum des Chores ab, der seit den Gründungsjahren zu ­einer angesehenen Größe in der deutschen Chorlandschaft wurde.

Im Jubiläumsjahr plant der rund 60-köpfige Chor eine Reihe von spannenden Projekten.

* Den Auftakt macht am 8., 9. und 10. April in der Lutherischen Pfarrkirche „König David“ von Arthur Honegger. In Kooperation mit dem Hessischen Landestheater Marburg und der Musikschule Marburg (Orchester „Camerata Mittelhessen“) präsentiert der Bachchor in einer aufwendig inszenierten Fassung Honeggers symphonischen Psalm „König David“.

Die alttestamentliche Geschichte um die zwiespältige Persönlichkeit König Davids wird unter der musikalischen Leitung von Nicolo Sokoli, mit der am Bolschoi-Theater ausgebildeten Tänzerin Ekaterina Khmara, dem international gefeierten Marburger Lichtkünstler Matt Finke und dem für die Gesamtinszenierung verantwortlichen Intendanten des Hessischen Landestheaters Matthias Faltz in Szene gesetzt. Die Aufführungen beginnen jeweils um 20 Uhr.

* Zum gemeinsamen Singen und Feiern treffen sich ehemalige und gegenwärtige Mitglieder des Bachchores am ersten Maiwochenende in Marburg. In einem gemeinsamen Konzert am Samstag, 7. Mai, im Rahmen der „Stunde der Orgel“ singt der Bachchor Choräle von Johann Sebastian Bach unter der Leitung seines früheren, langjährigen Dirigenten Professor Dr. Wolfram Wehnert und dem jetzigen Dirigenten Nicolo Sokoli.

* Bachs große Messe in h-Moll steht am 10. September in der Lutherischen Pfarrkirche auf dem Programm. Einen Tag ­später singt der Chor das Meisterwerk in der Basilika Seligenstadt.
Mitwirkende sind die Solisten Verena Gropper (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Christian Dietz (Tenor) und Thomas Gropper (Bass) und das Barockorchester L’arpa festante.

* Im Herbst unternimmt der Marburger Bachchor eine fünftägige Chorreise nach Polen. Mit geistlichen und weltlichen Werken von der Renaissance bis zur Moderne wird er sich in der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław/Breslau und in Swidnica/Schweidnitz präsentieren.

* Adventsmusik zum Mitsingen rundet am 11. Dezember in der Lutherischen Pfarrkirche das große Jubiläumsprogramm des Chores ab. Im Wechsel mit den Darbietungen des Marburger Bachchores singt das Publikum gemeinsam mit dem Chor bekannte Advents- und Weihnachtslieder.

 Der Marburger Bachchor Anfang der 1970er Jahre bei einer Tonaufnahme. Foto: Bachchor
 
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