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Ein göttliches Märchen mit Deneuve

Kino: „Das brandneue Testament“ Ein göttliches Märchen mit Deneuve

Gott existiert. Er lebt in Brüssel. Und er ist ein Tyrann. Doch nicht nur das hat sich Filmemacher Jaco Van Dormael für sein neues Werk überlegt.

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In „Das brandneue Testament“ wird Gott als Tyrann gezeigt, der gerne die Menschen piesackt.

Quelle: NFP

„Gott existiert. Er lebt in Brüssel“, erklärt eine Kinderstimme gleich zu Beginn der Geschichte. Blitz und Donner krachen über die Leinwand. Das Mädchen berichtet weiter von Gott.

Es ist Éa (Pili Groyne), dessen zehnjährige Tochter, die davon erzählt, wie Gott (Benoît Poelvoorde) nicht nur sie und ihre Mutter (Yolande Moreau), sondern die gesamte Menschheit drangsaliert. Als das Mädchen schließlich – von Vater Gott verprügelt – endgültig fliehen will, rächt sie sich an ihrem Vater: Von dessen Computer aus verschickt sie die Sterbedaten der Menschen.

„Das brandneue Testament“ ist erst der vierte Langfilm des Belgiers. Sein Werk ist gefüllt mit originellen Ideen, die für ebenso groteske wie magische Momente sorgen. Immer wieder überrascht der Film, zeigt zauberhafte Bilder und absurde Komik. Letzteres vor allem, wenn Gott sich selbst auf die Erde begibt und etwa in einer Kirche von einem Priester Prügel bezieht, weil er dermaßen über Jesus Christus ablästert.

Die sechs Apostel, die Éa der Reihe nach aufsucht, um deren Geschichten für das „brandneue Testament“ aufzuschreiben, 
liefern tragische Einzelschicksale: Die wunderschöne Aurélie etwa, die glaubt, dass man sie nicht lieben kann, weil sie nur einen Arm hat.

Und Frankreichs Filmstar Catherine Deneuve (72) spielt eine frustrierte Ehefrau, die erst mit einem jungen Liebhaber, den sie dafür bezahlt, ins Bett geht – und dann mit einem Gorilla aus dem Zirkus. Traurige und fröhliche Geschichten über Menschen, die sich schon damit abgefunden hatten, Verlierer zu sein.

  • Der Film läuft im Capitol.

von Dorit Koch

 

„Das brandneue Testament“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,32 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Sehenswerter Film mit einer Mischung aus philosophischem Tiefgang, Herz, Esprit und ganz viel schrägem Humor.“
Christoph Henrich (60) aus Biedenkopf

„Ein sehr eigenwilliger Film. Voller skurriler Einfälle, traurig und melancholisch, zugleich witzig und unterhaltsam.“
Mechthild Heinrichsen aus Marburg

„Ein ganz wunderbarer, poetischer Film voller Lebensweisheiten.“
Christa Mengel aus Biedenkopf

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Michael Roemer, Mechthild Heinrichsen, Thomas Gaudek, Ernst Kröger und Georg Bucher (alle Marburg). Die Karten werden zugeschickt.

 
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