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Ein ganzes Dorf will rocken

„Black Sunset Festival“ Ein ganzes Dorf will rocken

Eine Idee, geboren am Küchentisch. Enthusiastische Macher. Ein Dorf voller Helfer. Internationale Rockbands. Das sind die Zutaten für das „Black Sunset Festival“.

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Eine echt coole Familie: Dennis Barmbold (von links), Mutter Heidrun und Vater Thomas organisieren das „Black Sunset  Festival“.

Quelle: Nadine Weigel

Albshausen. Fünf Jahre war Pause. Dann hat es ihn wieder gejuckt. Jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, und Dennis Barmbold wird langsam nervös. Aber noch lange nicht so nervös wie seine Mutter: „Ich hab mittlerweile richtig Muffensausen“, sagt Heidrun Barmbold und blickt sich auf dem noch relativ leeren Sportplatz um. Kein Wunder, in wenigen Tagen, am kommenden Freitag, 28. August, soll sich der idyllische Rasenplatz in ein Festivalgelände verwandeln.

Zum ersten Mal soll das „Black Sunset Festival“ nicht an einem Abend auf dem Grillplatz stattfinden, sondern gleich an zwei Tagen auf dem Sportplatz. Es scheint, als wollte es Dennis Barmbold nach der fünfjährigen kreativen Pause nun ordentlich krachen lassen. Alles größer, fetter, besser.

„Naja, die Idee ist bei uns so am Küchentisch entstanden und dann weiter gewachsen“, erklärt der Krankenpfleger, der seit Jahren ein Faible für Southern Rock hat. Mehr als 100 Bewerbungen von Bands aus aller Welt hat Dennis bekommen. Alle wollten auf dem „Black Sunset Festival“ auftreten.

Die Besten hat er sich nun rausgepickt. Das Line-Up kann sich wirklich sehen lassen. Headliner sind die schwedische Band „Spiders“, die extra aus Göteborg eingeflogen wird, und „The Vintage Caravan“ aus Island (kleines Privatfoto), die bereits in Wacken und auf dem Roskilde-Festival aufgetreten ist. „Das ist schon witzig, auf den Tourplakaten stehen europäische Metropolen wie London, Kopenhagen, Wien – und mittendrin dann Albshausen“, lacht Heidrun Barmbold.

Das Festival im kleinen beschaulichen Albshausen, das einst als Metal-Event anfing, hat sich mittlerweile zu einer respektablen Größe in der europäischen Hardrock-Szene etabliert. „Es haben sich Besucher aus ganz Europa angekündigt, und wir hoffen, dass so mindestens um die 700 Leute kommen“, erklärt Thomas Barmbold. Denn schließlich geht mit der Organisation eines solchen Festivals auch ein finanzielles Risiko einher. Aber Mutter Heidrun und Vater Thomas stehen hinter ihrem Sohn.

„Ist doch klar, dass wir ihn da unterstützen, und es macht ja auch super Spaß“, betonen sie. Vor allem, weil das scheinbar das gesamte Dorf hinter dem Festival-Projekt steht. „Es ist der Wahnsinn, wie hilfsbereit die Albshäuser sind. Jeder will mitanpacken“, freut sich Heidrun. Egal ob das Bauen eines Biergartens, Hilfe beim Aufbau oder im Service – das ganze Dorf ist mittlerweile im Hardrock-Fieber.

Als Dank dürfen die Albshäuser umsonst rein und sich die insgesamt 17 Bands anhören. Nicht ortsansässige Besucher zahlen 15 Euro für ein Tagesticket, 25 Euro für das gesamte Wochenende. Tickets gibt es nur an der Abendkasse.

Los geht‘s am Freitag, ab 15.30 Uhr. Die Bands spielen an beiden Tagen bis circa 23.30 Uhr. Danach gibt es im kleinen Partyzelt am Biergarten noch ein DJ-Set. Am Samstag spielt die erste Band ab 12 Uhr.

„Wir sind zwar größer, wollen aber trotzdem das familiäre Flair erhalten, deshalb ist der Campingplatz direkt auf dem Festivalgelände“, so Dennis. Alle drei hoffen, dass Petrus ein Rocker ist und dem Festival blendendes Wetter beschert.

von Nadine Weigel

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