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Ein buntes Feuerwerk an Attraktionen

ZAC-Sommervarieté Ein buntes Feuerwerk an Attraktionen

Spaß, Spannung und magische Momente: Das ZAC-Sommervarieté hat auch in diesem Jahr wieder viel zu bieten. Am Freitagabend war Premiere in der Waggonhalle.

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„Green Gift“ aus Berlin begeisterte mit Musik und als „Super Mario“. Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Bei der Begrüßung der rund 120 Gäste erinnerte Bürgermeister Dr. Franz Kahle daran, dass das ZAC-Varieté bereits seit 18 Jahren die Bühne in der Waggonhalle bespielt. „Das Varieté hat große Strahlkraft, auch über Marburg hinaus“, betonte er. Dann übergab er das Wort an Gastgeber Juno, alias Horst Lohr, der charmant und witzig wie immer durch das Programm führte.

Natürlich hatte Juno wieder jede Menge verblüffende Zaubertricks im Gepäck. Er ließ Ringe, Seile und Spielkarten nach Belieben verschwinden, goss Wasser in eine zusammengefaltete Zeitung, die völlig trocken blieb, und zauberte ein Tuch aus einem Saxofon hervor. „Das ist pure Magie!“, rief er immer wieder aus, und viele im Publikum fragten sich: Wie macht er das nur? Begleitet wurde er den ganzen Abend hindurch von den wunderbar entspannt spielenden „Jazzrobots“. Das Quartett ist seit vielen Jahren eine feste Größe im Programm und eines der wenigen Live-Orchester, die in einem Varieté auftreten. Die ersten Künstler des Abends waren „Frau Bonse und der Michael“ alias „Green Gift“, die einen schrillen Mix aus Clownerie, Jonglage und Musik präsentierten. Mit knallbunten Plastikstäben schlugen sie sich gegenseitig auf Kopf und Beine und spielten alles querbeet, von der „Ode an die Freude“, über „Kuckuck“ bis hin zu „We will rock you“. Später trat Michael als witziger „Super Mario“ auf, blödelte herum und jonglierte gekonnt mit drei Diabolos gleichzeitig. Ein echter Knaller war der Auftritt des Duos „2 Trux“, das eine weltweit einzigartige Akrobatik-Show zeigte. Einzigartig war das Ganze deshalb, weil hier die Frau den Mann hochstemmte und nicht umgekehrt, ein Kraftakt sondergleichen. Die charmante und sehr weibliche Claudia hat einen gut ausgebildeten Bizeps und hebt ihren Partner scheinbar mühelos in die Höhe. Wenn der schlanke Michael ein paar Pfunde zu viel drauf hat, gibt es sicher Ärger. Höhepunkt der Darbietung war eine Hebefigur auf Stöckelschuhen, bei der Claudia auch noch auf schmalen Stützen balancierte. „Das ist Emanzipation auf die akrobatische Art!“ kommentierte Juno unter dem tosenden Beifall der Zuschauer.

Auf dem Schlappseil ist die Artistin Annette Will zu Hause, die eine spielerisch-verträumte Performance zeigte. Geschmeidig wie eine Katze turnte sie auf dem durchhängenden Seil herum und versetzte die Zuschauer immer wieder in Erstaunen. Kopfstand, Sprünge und Spagat waren für sie kein Problem auf dem kippeligen Seil. Schließlich setzte sie sich auf ein kleines Rad und jonglierte fahrend mit mehreren Keulen.

Als „Tornado der Bühne“ kündigte Juno den Künstler Claudius Specht an. Er stammt aus der Schweiz, weshalb ihm die Präzision eines Schweizer Uhrwerks nachgesagt wird. Und wirklich, der Jongleur ließ in atemberaubendem Tempo Keulen und Becher fliegen, das Ganze auch gerne im Liegen oder im Rückwärtsgang. Zwischendurch baute er noch den ein oder anderen Salto ein, locker und lässig wirkte das alles.

Das Publikum war begeistert von dem Feuerwerk an Darbietungen und bedankte sich mit langem Applaus bei den Artisten. Und natürlich auch bei dem netten Marburger Zauberer, Erzähler und Moderator Juno.

Das ZAC-Sommervarieté ist bis zum 27. August zu sehen.

von Bettina Preussner

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