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Ein bunter Musikmix mit Feuerwerk

3 Tage Marburg Klassikabend Ein bunter Musikmix mit Feuerwerk

Kleine Ensembles beherrschten am Freitag den Klassik-Abend von „3 Tage Marburg“ im Schlosspark. Das große Highlight war aber wie üblich das Höhenfeuerwerk, zu dem die Junge Marburger Philharmonie spielte.

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Die Junge Marburger Philharmonie spielte am Freitagabend auf der Freilichtbühne. 

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das Programm der Jungen Marburger Philharmonie (JMP) sorgte bereits vor zwei Wochen in der Lutherischen Pfarrkirche für große Begeisterung (die OP berichtete). Die feine Chowanschtschina-Ouvertüre bereitete mit ihren schönen Melodien die passende Atmosphäre für das Open-Air-Konzert vor.

Wie bereits beim Semesterabschlusskonzert war wieder der in Leipzig geborene Cellist Michael Preuss als Solist zu Gast bei der JMP - und wieder gab es zwischen den Sätzen des Cellokonzertes in h-Moll von Antonín Dvorák Applaus für die energische Leistung von Solist und Laien-Orchester.

Am Freitagabend wurde das Marburger Stadtfest mit dem traditionellen Klassikprogramm auf drei Bühnen eröffnet. Die Junge Marburger Philharmonie untermalte zum Abschluss das spektakuläre Höhenfeuerwerk musikalisch.

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Das Konzert war durch die Open-Air-Kulisse ein atmosphärisches Erlebnis. Trotzdem konnte es akustisch mit dem Konzert in der Lutherischen Pfarrkirche nicht ganz mithalten, was eben an der Open-Air-Situation und den damit verbundenen Gegebenheiten lag. Live, in einem geschlossenen Raum und unverstärkt klingt ein Orchester einfach anders. Dafür waren die Musiker durch die Mikrophone bis in die letzten Reihen deutlich zu hören.

Nach einer kurzen Pause, in der die Instrumente noch einmal neu gestimmt wurden, ging es dann auch schon los mit der Frühlingssinfonie von Robert Schumann, zu deren letztem Satz das Höhenfeuerwerk gezündet wurde. „So schnell haben wir das noch nie gespielt“, verrieten zwei Musikerinnen der JMP der OP.

In der Tat erklang die Sinfonie beim Open-Air-Konzert schneller als beim Semesterabschlusskonzert. Das sei auf Wunsch des Phönixx-Feuertheaters aus Kassel geschehen, die für die Abstimmung von Feuerwerk und Musik eine bestimmte Vorlage benutzt hatten, dem sich nun das Laien-Orchester anpassen musste. Das Publikum der fast vollbesetzten Freilicht­bühne war trotz des etwas kurzen Satzes dennoch begeistert und feierte die JMP mit langem Applaus.

Musik der anderen Bühne war kaum zu hören

Anders als in vergangenen Jahren war die Musik der umliegenden Bühnen während des Sinfoniekonzertes kaum wahrzunehmen. Das lag daran, dass die laute, rockige Musik auf den Marktplatz verlegt wurde und auf dem Schlosspark kleine Formationen dominierten.

Mit Harfe, Bassklarinette und Berimbau spielte etwa „poco piu“ aus Pohlheim eine atmosphärische Mischung zwischen Pop- und Weltmusik. Passend zu den exotischen Klängen trugen die Songs Namen wie „Vanille“ oder „Safran“. Percussionist Markus Reich spielte danach mit seiner anderen Band „Balladeire“ weiter.

In der Lutherischen Pfarrkirche präsentierte sich derweil die Marburger Musikschule. Zusammen mit der Tanzakademie „Step In“ zeigte die Streicherbande Cappel unter der Leitung von Marie Verweyen ein Programm, bei dem bekannte klassische Musik oder aber auch Filmmusik wie etwa aus dem „Fluch der Karibik“ mit Tanz verbunden wurde.

Auch auf der Montevideobühne im Schlosspark präsentierte sich mit „Vocals on Stage“ ein Trio der Musikschule. Den Beginn machte dort die Bläserklasse der Steinmühle.

  • Wer das Feuerwerk verpasst hat, kann sich den Live-Stream auf der Facebook-Seite der Oberhessischen Presse noch einmal ansehen.

von Mareike Bader

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