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Ein Sommernachtstraum im Hier und Jetzt

OP verlost 20 Karten für die Premiere Ein Sommernachtstraum im Hier und Jetzt

Mehr als 400 Jahre alt und doch ewig jung ist William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Nach wie vor ist es eine der beliebtesten Komödien in Deutschland. In Marburg steht sie im Mittelpunkt des Theatersommers. Premiere ist am 5. Juni um 21 Uhr auf dem Marktplatz.

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Regisseur Gerald Gluth-Goldmann (links) bei Proben mit Victoria Schmidt lässt die Elfen an Poledance-Stangen turnen.

Quelle: Ingmar Hirt

Marburg. Wenn der deutsche Bühnenverein seine jährliche Theaterstatistik erhebt, landet Shakespeares „Sommernachtstraum“ immer ganz weit vorn. Uraufgeführt vor 1600 ist es bis heute das meistgespielte und meistadaptierte Stück des genialen Dramatikers. Shakespeare siedelte seine Komödie in Athen und einem nahe gelegenen Wald an. Das Stück spielt in einer Zeit der Sagen und Märchen. Das Hessische Landestheater präsentiert diese „Mutter aller romantischen Komödien“ zum 450. Geburtstag Shakespeares als Open-Air-Stück auf dem Marktplatz.

Drei Ebenen verwebt Shakespeare in dieser Meisterkomödie: Die Welt des Adels um Theseus, der Herrscher von Athen; die Welt der Naturgottheiten um Oberon, Titania und den Kobold Puck sowie die Welt des Pöbels um den Handwerker Zettel - neben Puck ist dies eine der begehrtesten Rollen in dem Stück. Es geht um Liebe und Eros, um Magie und Staatsräson, um Triebe und Gelüste - all das wird präsentiert in einer wunderbaren Sprache.

Die Handlung:

In Athen werden Vorbereitungen für eine große Fürstenhochzeit getroffen. Herzog Theseus will Hippolyte, die König der Amazonen heiraten. Theseus erfährt, dass eine andere arrangierte Ehe zu platzen droht: Hermia lehnt den ausgesuchten Ehemann Demetrius ab und flieht mit Lysander in den Wald. Ihr droht der Tod.

Im Wald ist Oberon, König der Elfen, eifersüchtig auf seine Frau Titania. Die hat sich in einen Edelknaben verliebt. Der Kobold Puck soll sie verzaubern, damit sie zu ihm zurückkehrt und nebenher dafür sorgen, dass Demetrius nicht mehr Hermia sondern Helena liebt. Doch Puck verwechselt die Paare, der Auftrag völlig außer Kontrolle. Und dann gibt es noch die Truppe um den Weber Zettel, die im Wald ein Theaterstück für die Fürstenhochzeit einstudiert. Das Chaos ist perfekt.

Puck sorgt für Liebes-Wirrwarr im Wald

Regie führt Gerald Gluth-Goldmann, der in Marburg bislang zwei tolle Regiearbeiten abgeliefert hat: „Hamlet“ und „Der Goldene Drache“. Bei ihm gibt es keinen Zauberwald - sondern Poledance-Stangen, an denen sich fünf Tänzerinnen als Elfen räkeln. „Es soll dem Publikum kein Wald mitten in der Stadt vorgegaukelt werden, wir sind auf dem Marktplatz in Marburg und Punkt“, meint auch Bühnenbildner Martin Fischer. Gluth-Goldmann hat bei seiner Version des „Sommernachtstraums“ das Hier und Jetzt, vor allem den Berliner Techno-Club „Berghain“ vor Augen: „Dort ist alles erlaubt, außer eins: Man darf keine Fotos machen“, so der Regisseur. Er will von „Trieben und Bedürfnissen und Gelüsten erzählen, die in den Menschen stecken und die sie in der offiziellen Welt nicht rauslassen“. In der inoffiziellen des Athener Stangenwaldes schon. Um das Rauschhafte, den Verlust an Bodenhaftung zu betonen, hängen auch die Schauspieler oft in der Luft - an Bungee-Seilen. Trainiert wurden sie von dem Zirkusartisten Andree Wenzel.

Als flüchtiges Liebespaar sind Gastschauspieler Carsten Faseler (Lysander) und Ensemblemitglied Victoria Schmidt (Hermia) zu sehen. Ihnen auf den Fersen sind Tom Bartels als Demetrius und Marlene Hoffmann als Helena. Puck, alias Tobias M. Walter, sorgt für Liebeswirrwarr im Wald. Artur Molin und Julia Glasewald sind die gekrönten Häupter sowohl in Athen (Theseus und Hippolyta) als auch im Wald (Oberon und Titania). Die Handwerkergruppe wird von Ogün Derendeli, Sebastian Muskalla, Thomas Streibig und Daniel Sempf gespielt. Die Pole-tanzenden Elfen sind Alexandra Schmuklermann, Jenny Krause, Fiona Ruprecht, Dascha Iwaschinenko und Valeriya Volkova.

OP-Gewinnspiel

Die OP verlost zehn mal zwei Karten für die Premiere am Donnerstag, 5. Juni, ab 21 Uhr. Um zu gewinnen, müssen Sie uns die beiden Stücke nenne, die Regisseur Gerald Gluth-Goldmann bislang in Marburg in Szene gesetzt hat. Die Einsendungen gehen an die Oberhessische Presse, Kulturredaktion, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg oder per mal an die Adresse kultur@op-marburg.de. Sie müssen am Sonntag, 1. Juni, in der Redaktion vorliegen. Die Gewinner werden am 3. Juni veröffentlicht.

Service

„Ein Sommernachtstraum“ ist am 6., 7., 8. (OP-Benefizvorstellung, ausverkauft), 9., 10.,11.,12., 13., 14. und 15. Juni jeweils ab 21 Uhr zu sehen. Karten gibt es im Theater-Bauwagen neben der Sparkasse in der Oberstadt (Mo - Sa 11 bis 16 Uhr), in der Galeria Classica (Frankfurter Straße/Schwanallee) und in den OP-Geschäftsstellen im Schlossberg-Center und im Franz-Tuczek-Weg.

Viele weitere Informationen über den Theatersommer finden Sie in der OP-Beilage.

von Uwe Badouin

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