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Ein Querschnitt durchs Jahr

Galerie Schmalfuß Ein Querschnitt durchs Jahr

Kurz vor Weihnachten hat Galerist Michael W. Schmalfuß eine Ausstellung eröffnet, die gleich zehn Künstlerinnen und Künstler seiner Galerie präsentiert.

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Der Galerist Michael W. Schmalfuß steht vor einem der wuchtigen Gemälde von Robert Weber.

Quelle: Caroline Stockmann

Marburg. Einem bestimmten Thema ist die Ausstellung nicht gewidmet. Viel eher stellt die Kombination aus Malerei, Grafiken und Skulpturen einen kleinen Jahresrückblick der Galerie dar.

Vertreten sind Arbeiten von Elvira Bach, einer der bekanntesten Malerinnen Deutschlands. Die Unverwechselbarkeit ihrer Frauen-Bilder hat sie zu einer Ikone der deutschen und internationalen Kunstszene werden lassen. Die aus dem Taunus stammende Malerin erlebte 1982 ihren künstlerischen Durchbruch mit der Einladung zur documenta in Kassel. Gemeinsam mit Reiner Fetting, Helmut Middendorf und anderen wurde sie den Jungen Wilden zugeordnet .

Thomas Jessen, nach Ansicht des Galeristen Schmalfuß einer der besten zeitgenössischen Porträt- und Landschaftsmaler, ist mit zwei hochformatigen Stockrosenbildern vertreten.

Der dritte Maler der aktuellen Ausstellung, Michael Lauterjung, mit dem Michael W. Schmalfuß seit 14 Jahren zusammenarbeitet, ist mit lebendigen Stillleben vertreten. Eine Kastanie oder eine Schale mit roten Süßkirschen wird bei ihm zum Hauptdarsteller erkoren und durch Vergrößerung fast fotorealistisch in Szene gesetzt.

Berliner Maler ist Neuling der Galerie

Ein Neuling der Galerie ist der Berliner Maler Robert Weber, der seine auch in Mittelform sehr präsenten Kronleuchter und gewaltigen Innenansichten von fantastischen Kirchenschiffen zeigt.

Der weit über die Grenzen Deutschlands bekannte Bildhauer Hans Scheib wird mit einer farbigen figurativen Holzarbeit und zahlreiche Bronzen präsentiert. Die Fähigkeit, naturalistische mit einer stark expressiven Formsprache zu verbinden, hätten Hans Scheib zu einem der besten zeitgenössischen Bildhauer Deutschlands gemacht, so der Galerist Schmalfuß.

Die in Wiesbaden lebende Bildhauerin Christiane Erdmann ist mit vier barocken „Frauenzimmern“ vertreten. Jede ihrer Skulpturen wird aus einem Holzstamm am Stück zunächst mit der Kettensäge, dann mit Axt, Beitel und Schnitzmesser bearbeitet. Zum Schluss folgt das Finish mit Farbe.

Der Bildhauer Oliver Czarnetta, der in Philosophie promoviert hat, zeigt neue lebensgroße transparente Köpfe aus der Werkgruppe Spektrum. In den transparenten, in Schichten gegossenen Acrylköpfen, spiegelt sich das Licht, schimmern Reflexe, zeigen sich Malerei, Schriften, philosophische Texte und Gegenstände, die zum Gedankenlesen einladen.

Der jüngste Bildhauer, der im italienischen Carrara und in New York ausgebildete Peter-Simon Mühlhäuser, konnte auf der letzten Biennale in Venedig mit ersten Arbeiten überzeugen. In der Ausstellung vertreten ist er mit zwei kleinen aus Stein gegossenen, zusammengekauerten Menschen. Mit „Insilence“ und „Inme“ gelingt es dem Künstler, Geborgenheit und Verletzlichkeit, Ruhe und Sinnlichkeit durch die Körperhaltung seiner Figuren zum Ausdruck zu bringen.

Die Arbeiten zeigen einen Querschnitt durch das Ausstellungsrepertoire des Marburger Galeristen, der seit einigen Jahren auch in Berlin sehr erfolgreich eine Galerie betreibt. Spezialisiert hat er sich auf gegenständliche Malerei und Skulpturen.

Die Ausstellung „Künstler der Galerie“ ist bis zum 10. Januar zu sehen; geöffnet dienstags bis freistags 10 bis 13 und 15 bis 18.30 Uhr, samstags 10 bis16 Uhr. Am Montag, 22. Dezember, und Dienstag, 23. Dezember, ist die Galerie von 11 bis 18.30 Uhr geöffnet, an Heiligabend von 11 bis 13 Uhr.

von Caroline Stockmann

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