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Ein Prinz, ein Knirps und ein Waschbärjunge

OP-Kinderbuchtipps Ein Prinz, ein Knirps und ein Waschbärjunge

In unseren Kinderbuchtipps stellen wir Ihnen die Neufassung eines Klassikers, eine Fortsetzung und ein Plädoyer für Toleranz vor.

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Antoine de Saint-Exupéry: „Der kleine Prinz“, neu übersetzt von Hans Magnus Enzensberger, Oliver Scherz: „Ben. Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer“, Stefanie Taschinski: „Funklerwald“.

Quelle: dtv junior, Thienemann-Verlag, Oetinger Verlag

„Der kleine Prinz“ kehrt zurück
Eigentlich war Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ nie wirklich weg. Dafür ist der Klassiker viel zu erfolgreich: Allein in Deutschland hat sich die Geschichte des Prinzen rund 11 Millionen Mal verkauft. Doch jetzt drängt die poetische Geschichte des Piloten Exupéry, der vermutlich bei seinem letzten Flug am 31. Juli 1944 über dem Mittelmeer abstürzte, mit Macht zurück auf den Buchmarkt. Verschiedene Verlage konkurrieren mit Neuübersetzungen – eine stammt von dem renommierten deutschen Autor Hans Magnus Enzensberger. Einen berühmten Satz aus der bislang erhältlichen Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb aus dem Jahr 1950 werden die Leser vermissen: Das geflügelte Wort „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ heißt in Enzensbergers Übertragung: „Man begreift gar nichts, wenn das Herz nicht dabei ist.“

  • Antoine de Saint-Exupéry: „Der kleine Prinz“, neu übersetzt von Hans Magnus Enzensberger, dtv junior, 128 Seiten, 8,95 Euro (ab 8 Jahren).
 

Mit Ben in die Schule
„Ich bin wieder daaaha!“, ruft der kleine Ben seinen Lesern gleich in der ersten Geschichte zu. Der liebenswerte Knirps muss sich lautstark zurückmelden, schließlich sind seit dem ersten hochgelobten „Ben“-Buch von Oliver Scherz fast eineinhalb Jahre vergangen. Inzwischen geht Ben in die Schule – und so heißt das zweite Buch folgerichtig „Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer“. Geblieben ist der warmherzige, witzige Ton des Autors, der seine Geschichten komplett aus der Sicht des kleinen, abenteuerlustigen Ben erzählt, der sich in seiner Klasse erst einmal behaupten muss. Aber keine Sorge – er schafft das Abenteuer Schule schon, dank seiner beiden Schildkröten und dank Ina. Ein tolles Vorlesebuch mit wunderbaren, stimmungsvollen Illustrationen von Annette Swoboda für alle, die sich auf die Schule freuen.

  • Oliver Scherz: „Ben. Schule, Schildkröten und weitere Abenteuer“, Thienemann-Verlag, 100 Seiten, 12,99 Euro (ab 6 Jahren).
 

„Funklerwald“ wirbt für Toleranz
Ein Sturm verwüstet die Heimat der Waschbären. Der Waschbärenjunge Rus trifft auf der Flucht im „Funklerwald“ auf das Luchsmädchen Lumi. Die beiden freunden sich an, doch viele Waldbewohner lehnen den Neuankömmling ab. Sie nennen die Waschbären verächtlich „Kratzer“ und wollen sie vertreiben. Die Autorin Stefanie Taschinski erzählt in „Funklerwald“ eine Parabel über den Umgang mit Fremden. Insofern ist ihr warmherziges, vom Oetinger-Verlag sorgfältig gestaltetes Buch mehr als eine bloße Tierfabel in Zeiten von Pegida-Demonstrationen. „Funklerwald“ ist ein Plädoyer für Toleranz im Gewand eines Märchens.

  • Stefanie Taschinski: „Funklerwald“, Oetinger Verlag, 256 Seiten, 14,99 Euro (ab 8 Jahren).

von Uwe Badouin

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