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Ein Musiker mit ganz viel Optimismus

Philipp Kalabis präsentierte erste Solo-CD Ein Musiker mit ganz viel Optimismus

Der Marburger Musiker Philipp Kalabis hat am Wochenende vor 60 Besuchern im Szenario 
„ausnahmsweise normal“ vorgestellt.

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Philipp Kalabis (Mitte) hatte für das Konzert befreundete Musiker um sich geschart: Daniel Vagant (von links), Steffen Wutzke, Jens Flach und Christian Haas-Lachmann.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. „Unser Schwur hat nicht geholfen, die Idee nicht funktioniert, das was wir tun wollten, habe ich zu spät kapiert!“ So niedergeschlagen diese Zeile aus Philipp Kalabis‘ persönlichem Lieblingssong „Schein“ zunächst klingen mag, Botschaft, Tempo und Töne übertragen beim Hörer vor allem eines: ganz viel Optimismus.

Eben dieser ist dem Singer-Songwriter, der mit vier weiteren Musikern seine neue CD „ausnahmsweise normal“ präsentierte, ein ganz persönliches Anliegen. „Ich bin einfach fasziniert davon, woher Menschen im Alltag, im Leben, immer wieder ihren eigenen Optimismus nehmen. Deswegen dreht sich meine neue Platte auch vor allem um dieses Thema“, sagt Kalabis, der im Hauptberuf Lehrer ist und an der Wollenbergschule in Wetter unterrichtet.

Dabei arbeitet der „Marburger aus Überzeugung“ selbst noch an der höchsten Form dieses Lebensgefühls. „Ich bewundere vor allem Menschen, die noch das Gute in einer Sache sehen und über sich selbst lachen können, wenn sie eigentlich gerade so richtig in der Scheiße stecken.“ Natürlich sind dabei vor allem die Personen wichtig, die einem am nächsten stehen, so versucht etwa der Protagonist aus „Schein“ seine träumende Partnerin zu wecken, um bei ihr Halt zu suchen.

Ruhige Titel kommen beim Publikum am besten an

Unterstützung erhielt der Sänger bei dem Konzert von der ganzen Familie. So war Schwiegervater Rudi Peter etwa mit der gerade erst fünf Wochen alten Tochter des Poprockers auf dem Arm gekommen. „Natürlich wird sein jüngster Fan aber etwas vor dem Konzertende ins Bett müssen“, verriet der frisch gebackene Opa.

Mit Daniel Vagant (Akustik-Gitarre, Querflöte), Steffen Wutzke (Bass), Jens Flach (Keyboard) und Christian Haas-Lachmann (Schlagzeug) hat Kalabis im Szenario vier ausgezeichnete Musiker um sich geschart. Sie haben zwar in dieser Konstellation noch nicht zusammen gespielt, aber jeder ist für sich schon lange mit Kalabis bekannt, der in unterschiedlichen Formationen seit gut 20 Jahren in der Marburger Musikszene präsent ist.

Auch das Publikum im Szenario kannte den Sänger größtenteils seit Jahren, meist auch persönlich. Rund 60 Gäste waren gekommen, um die frisch zusammengestellte Band und die Songs von Kalabis‘ erster Solo-CD zu hören, deren Texte erstmals auf deutsch sind, wie der Sänger betonte. Bei aller Lebensfreude und Power der Songs und der Band kamen die ruhigeren Titel am besten beim Publikum an.

von Marcus Hergenhan

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