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Ein Gespenst wird zum Musketier

Marburger Schlossfestspiele Ein Gespenst wird zum Musketier

Ein Schlossgespenst. Drei Musketiere. Fechtkämpfe und Furzwettbewerbe. Mit diesen Zutaten haben kleine Besucher garantiert Spaß an einer Oper. Und große auch.

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Mit dem Degen umgehen können, das muss man schon können als Musketier – das muss auch Elsbeth lernen. Und die kleinen Besucher der Kinderoper durften sich ebenfalls im Mantel- und Degen-Genre probieren.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Buhuhuuu. Was für ein „grande malheur“. Die Bonbons sind „perdu“ in der Tiefe des Schlossbrunnens verschwunden. Schon von weitem ist das Wehklagen von Elsbeth zu hören. Elsbeth ist das Schlossgespenst, das ohne Süßigkeiten einfach furchtbar unglücklich ist.

Wie gut, dass da drei starke Männer auftauchen. Musketiere sind es, französische. Die können in Sachen Bonbons zwar auch nicht helfen, aber Elsbeth kommt mit ihrem Auftauchen sofort auf andere Gedanken: Musketiere? Kämpfen für König und Ehre? Prima Idee, das will sie auch.

Kasematten garantieren Gruselspaß

Unschicklich – protestieren Athos, Portos und Aramis. Unmöglich. Eine Frau doch nicht! Aber da haben sie die Rechnung ohne Elsbeth gemacht. Mutproben, Furzwettbewerb, fechten lernen – unerschrocken stellt sie sich den Herausforderungen. Während Heidi, die Höhlenspinne, in den Kasematten des Schlosses bei den Herren Musketieren für Nervenflattern sorgt. Alles natürlich sehr zur Freude der Zuschauer, die den Abenteuern von Elsbeth in diesem Jahr wieder quer über und sogar unter das Schlossgelände folgen können.

Es geht durch die Kasematten und allein das ist für die kleinen Operngäste schon ein Abenteuer. Und das Fitness-Studio hat man für den Tag ebenfalls gespart. Festes Schuhwerk wird übrigens nicht umsonst empfohlen: Es geht über eine ordentliche Strecke und zum Teil steile Treppen. Platzangst sollte man auch nicht haben. Dann kann man sich mutig wie Elsbeth mit auf den Weg machen.

Zum fünften Mal gibt es eine mobile Opernproduktion speziell für Kinder im Rahmen der Marburger Schlossfestspiele, die der Verein „musica europa“ veranstaltet. Lionel Ginoux aus dem diesjährigen Themenland Frankreich erhielt einen Kompositionsauftrag, die Texte stammen von Enke Eisenberg.

Noch viele weitere Aufführungen

Die Idee, musikalischen Anspruch und eine kindgerechte Aufführung miteinander zu verbinden, wurde toll umgesetzt und an vielen Szenen haben die Erwachsenen mindestens genauso viel Spaß wie die Kinder. Denen bleibt aber ganz zum Schluss noch ein ganz besonderes Vergnügen vorbehalten, nämlich mit Elsbeth zusammen von den Musketieren fechten zu lernen.

In dieser Woche steht „Das Schlossgespenst und die drei Musketiere“ noch mehrmals auf dem Programm der Schlossfestspiele: am Donnerstag und am Freitag jeweils um 17 Uhr (um 14.40 Uhr findet eine Benefizvorstellung statt), am Samstag, 23. Juli um 14.30 Uhr und um 17 Uhr und am Sonntag zusätzlich zu den Nachmittagsvorstellungen auch um 11 Uhr.

Treffpunkt für die Gäste ist der Schaukasten am Parkplatz vor dem Landgrafenschloss. Die Vorstellungen dauern etwa eine Stunde und sind für Kinder ab fünf Jahren geeignet. Karten und weitere Informationen gibt es unter www.musicaeuropa.de.

von Nadja Schwarzwäller

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