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Ein Flugzeug will ganz hoch hinaus

Neu im Kino: Planes Ein Flugzeug will ganz hoch hinaus

Disney schickt Dusty, ein Sprühflugzeug mit Höhenangst, in einen halsbrecherischen Wettkampf um die Welt. Natürlich wächst der liebenswerte Außenseiter in „Planes“ dabei über sich hinaus.

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Quelle: Sofia Coppola

Marburg. Die Botschaft ist so simpel wie abgedroschen: Wer an sich glaubt und sich seinen Ängsten stellt, schafft es. Wenn dann noch Freundschaft, viel Herz und liebenswerte Naivität hinzukommen, ist die Geschichte perfekt und lässt zumindest Kinderherzen höher schlagen. Regisseur Klay Hall setzt in seinem neuesten Animationsfilm „Planes“ zusammen mit Disney auf genau dieses Rezept und damit auf allzu Bewährtes.

Tagein, tagaus zieht Dusty seine Bahnen über den Feldern des Mittleren Westens. Noch nie ist er höher als 300 Meter geflogen - nicht nur wegen seiner beschränkten Technik, sondern auch wegen seiner Höhenangst. Und doch träumt das Sprühflugzeug von dem rasantesten Flugwettkampf des Erdballs «Wings around the Globe». Nach einigen Modifikationen am Flugzeug, der ein oder anderen Widrigkeit, dafür mit Hilfe seiner Freunde - dem ehemaligen Marineflieger Skipper, Gabelstaplerin Dottie und Tanklastzug Chug -, gelingt ihm tatsächlich die Qualifikation, und das große Abenteuer beginnt.

Belächelt von Zuschauern und seinem gemeinen Konkurrenten Ripslinger schließt er schnell mit anderen Teilnehmern Freundschaft. Da ist der charmante, liebeskranke Mexikaner El Chupacabra, der um die Gunst der deutschen Rennfliegernatur Heidi buhlt, die Inderin Ishani und der erfahrene und umso fairere Bulldog. Diese internationale Crew, die jeglichen Stereotypen gerecht wird, hat durchaus ihren Charme, ebenso die Stationen des Rennens rund um den Erdball. Fast könnte man das als moderne Völkerverständigung durchgehen lassen.

Doch irgendwie fehlt den Charakteren die Tiefe, der Story das Überraschende, Originelle. Das Muster ist bekannt: Gut gegen Böse, liebenswerter Außenseiter gegen unfairen Profi. Die Figuren sind der fliegende Abklatsch der fahrenden Vorgänger aus „Cars“ vom Animationsstudio Pixar. Da helfen auch die vielen Fachausdrücke aus der Luftfahrt nicht, die zumindest eine intensive Recherche der Filmemacher dokumentieren. Auch die vermeintlich spektakulären Flüge durch Unwetter, Gebirge und sabotierende Mitstreiter können ein inzwischen 3D-erfahrenes Publikum wohl kaum aus dem Kinosessel hauen.

Der Film läuft im Cineplex.

von Britta Schmeis

Meinungen von OP-Vorpremierenbesuchern

Zuschauermeinungen:

„Ich mag den Film. Fliegen muss echt schön sein.“

Johanna Overmeyer (fast 8) aus Stadtallendorf

„Nicht so gut wie ‚Cars‘.“

Ulrike Oster aus Ebsdorfergrund

„Nette Kinderunterhaltung für Regentage.“

Heike Wolf aus Marburg

„Cool.“

Tim Meige (6) aus Marburg

„Mittelmäßiger Underdog-Film mit einigen kreativen und witzigen Ideen.“

Bastian Katebini (15) aus Marburg

„Rasant.“

Michael Braulke (71) aus Marburg

„Der Film knüpft in bewährter Weise an ‚Cars‘ an. Ein Spaß, bei dem auch Eltern nicht zu kurz kommen.“

Stefan Nowotny (47) aus Ebsdorfergrund

„Der Film war spannend und schön.“

Pascal Brückner (9) aus Gemünden/Main

„Für Kinder ein Überflieger. Eine schöne Geschichte von Freundschaft und Ehrlichkeit.“

Sonja Ochse (28) aus Ebsdorfergrund

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