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Ein Fest für die Folk-Musik

30 Jahre Profolk Ein Fest für die Folk-Musik

Mit öffentlichen Vorträgen und Konzerten hat der Musikerverband „Profolk“ am Samstag in der Musikschule Marburg sein 30-jähriges Bestehen gefeiert.

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Delf Maria Hohmann hatte den weitesten Weg nach Marburg: Der Folk-Musiker lebt in Kanada.
Seine stimmungsvollen Songs begleitete er auf Gitarre und Banjo.Foto: Bettina Preussner

Marburg. „Profolk“ ist der deutsche Verband für Lied, Folk und Weltmusik, der seit nunmehr 30 Jahren Konzerte, Festivals, Tourneen, Messen und Versammlungen organisiert. Der Verband hat bundesweit rund 1500 Mitglieder - Musiker, Veranstalter, Produzenten und Musikliebhaber sind in ihm zusammengeschlossen. Auch der Folkclub Marburg, der regelmäßig im Kulturladen KFZ Konzerte veranstaltet, gehört dazu.

Maik Wolter, der Vorsitzende des Verbandes, betonte: „Profolk ist die Summe der Aktivitäten seiner Mitglieder.“ In den letzten Jahren habe „Profolk“ einiges bewegt, erzählte Wolter weiter. So habe der Verband einige große Festivals auf die Beine gestellt, wie zum Beispiel das Festival Rudolstadt mit rund 60000 Besuchern. „Eine der wichtigsten Aufgaben ist aber die Vernetzung der Musiker untereinander“, erklärte er weiter. Auf die Frage, was er sich für die Zukunft wünsche, sagte Wolter: „Wir hoffen auf weiter wachsendes Interesse an der Folkmusik.“ Ziel der Aktivitäten müsse es auch sein, dass die Kulturpolitik den Folk stärker wahrnimmt.

In Marburg feierte der Verband von Freitag bis Sonntag sein 30-jähriges Bestehen. Hauptfesttag war der Samstag, der mit der Eröffnung der Ausstellung „30 Jahre Profolk“ im Konzertsaal der Musikschule begann. Es folgte ein Vortrag des Musikers und Volkskundlers Ralf Gehler. Thema waren historische Volksmusikquellen als Inspiration deutscher Folk- und Mittelaltermusik. Danach bot Maik Wolter eine Fragestunde zur GEMA an, in der es um Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte ging.

Auch musikalisch wurde am Samstag einiges geboten. Nachmittags trat die Kinderliedermacherin Beate Lambert aus Marburg zusammen mit dem Sänger Helmut Meier aus Dithmarschen auf. Die beiden überraschten die Marburger Familien mit einem gemeinsamen interaktiven Programm, bei dem alle mitsingen, mittanzen und miträtseln konnten.

Den Abend gestalteten gleich fünf verschiedene Folk-Musiker sowie die Band Questwind. Den Auftakt machte Delf Maria Hohmann mit seinen traditionellen, zeitgenössischen und kritischen Liedern. Er hatte die weiteste Anreise nach Marburg, denn er lebt in Kanada. Kay Kankowski ist Gitarrist, Sänger, Texter und Komponist und wagte den Brückenschlag vom alten deutschen Volkslied zur modernen Liedlyrik. Ralf Gehler wiederum spielte mit Leidenschaft den Dudelsack, während die Band Questwind traditionelle schottische Musik zum Besten gab.

Zum Abschluss des bunten Festtages gab es am späten Abend noch einen Bal Folk. Beim Bal Folk treffen sich Tänzer, Musiker und Folk-Begeisterte, um miteinander Musik und Tanz zu genießen. Die Musik und die Tänze basieren auf europäischen Traditionen aus Frankreich, England, Schweden und anderen Ländern. Innige Paartänze wie Walzer, Polka, Mazurka und Polska wechseln mit dynamischen Reihen- und Kreistänzen.

von Bettina Preussner

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