Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Ein Antikriegsbuch von Peter Becker

OP-Buchtipp Ein Antikriegsbuch von Peter Becker

Die Marburger kennen Peter Becker. Er ist ein äußerst erfolgreicher Rechtsanwalt, Spezialist für Energierecht.

Voriger Artikel
Mut, Freundschaft und Bandenkrieg
Nächster Artikel
Absurdes Theater mit Tiefgang
Quelle: Nomos-Verlag

Becker hat jetzt ein Buch veröffentlicht, das einen recht sperrigen Titel hat: „1914 und 1999 – Zwei Kriege gegen Serbien: Auf dem Weg zum Demokratischen Frieden“. Gewidmet hat er es dem Bundesverfassungsgericht, dem Bundestag, dem deutschen Außenminister und den deutschen Bürgern – sie alle sollen es lesen, um künftige Kriege zu verhindern.

Indem Becker Karl Kautskys Analyse „Wie der Weltkrieg entstand“ von 1919 in sein Buch aufnimmt, stellt er sich dem australischen Historiker Christopher Clark entgegen, dem mit seinem Sachbuch „Die Schlafwandler“ ein Bestseller gelang.

Für Kautsky (und Becker) war und ist die deutsche Schuld am Ausbruch des 1. Weltkriegs eindeutig. Der deutsche Brigadegeneral Heinz Loquai schildert schließlich die Wege in einen weiteren vermeidbaren Krieg – in den Kosovo-Konflikt. Sowohl Kautsky als auch Loquai schildern die Fehlinformationen, ja die Lügen, die zu den beiden Kriegen führten.

Im letzten Kapitel stellt der Marburger Rechtsanwalt seine Ideen für einen „demokratischen Frieden“ vor und spricht sich für weitergehende Rechte des Parlaments aus. „Um­fassende Friedenssicherung“ müsse eine parlamentarische Aufgabe werden.

  • Peter Becker: „1914 und 1999 – Zwei Kriege gegen Serbien“, Nomos-Verlag, 442 Seiten, 29 Euro.
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr