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Ehrliche Songs über die kleinen Dinge

"Janne" im Nachtsalon Ehrliche Songs über die kleinen Dinge

Am Freitagabend feiert die Band „Janne“ die ­Veröffentlichung ihres ­Albums „Kleine Dinge“. Es wird ein Heimspiel. Die Musiker aus dem ­Ebsdorfergrund stellen ihr Debüt-Album vor.

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Der Liedermacher Jan Heuser (links) und sein Bruder Tim stellen gemeinsam mit Sebastian Bitterlich ihre Debüt-Album vor.

Quelle: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Ein Konzert mit Schwarzwälder Kirsch. Wer im vergangenen Jahr beim Single-Release-Konzert von Janne in der Marburger Waggonhalle­ war, erinnert sich. Im Video zu „Kleine Dinge“ - der Song, der dem jetzt erscheinenden ­Album seinen Titel gibt - spielt die Torte eine Rolle. Also wurde auch welche serviert. Und beim ­Release-Konzert am kommenden Freitag dürfen sich die Fans auch wieder auf Überraschungen freuen, musikalisch und in Sachen „Goodies“.

„Janne“ - das sind Sänger und Gitarrist Jan Heuser, dessen Bruder Tim und Sebastian Bitterlich. Das komplette vergangene Jahr haben sie an ihrem Album gearbeitet. Und das dann - übrigens auch in Mittelhessen, nämlich in einem Studio in Lollar - auf ganz besondere Art und Weise eingespielt. „Wir haben das gemacht, wie man es eben früher gemacht hat“, erklärt Jan Heuser: „Auf die Technik geschissen“, das Mikro vor die Gitarre gehalten und aufgenommen. Damit ist die Platte ein echtes Unikat - „selbst wenn wir wollten, könnten wir das so nicht nochmal einspielen“.

Das, was heute an perfekter, „überproduzierter“ Musik den Markt bestimmt - „das macht nichts mit mir“, sagt Jan. Dem wollten die drei Musiker ganz bewusst etwas entgegensetzen. Das Nicht-Perfekte ist das, was sie interessiert. Im Leben wie auch musikalisch. Weil es im Leben eben nicht perfekt zugehe. Und die Musik soll das widerspiegeln. Zumindest Jannes Musik. Als Statement gegen Hochglanz und Möchtegern, gegen Glattgelecktes und Alleskönner.

Die Platte sei „zutiefst ehrlich“, erzählt Jan. „Wer die Platte hört, kennt mich.“ Es geht, nomen est omen, um die kleinen Dinge im Leben. Und um große Gefühle. Um die Liebe, um Freundschaft, darum, seinen Platz zu finden.

Die Fans werden mehr,die Konzerte größer

Ein Lied erzählt eine Liebesgeschichte ohne Happy End, ein anderes vom Betrogenwerden. Dinge, die jeder schon erlebt hat, so oder ähnlich. Im Fall des Betrogenwerdens vielleicht ein bisschen weniger krass als Jan, wie er sagt.

Musik habe in seinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt, schon als kleines Kind. Dass daraus ein Berufswunsch, eine Karriere werden würde, das sei aber eher passiert, als dass er es geplant hätte. „Ich bin kein Freund davon, mich festzulegen“, erklärt der 24-Jährige. Es sei einfach immer mehr geworden mit der Musik und da fühle er sich zu Hause. „Es ist unfassbar, wie viel Spaß das macht. Und es ist megatoll, wenn Leute auf dich zukommen und dir sagen, dass deine Musik etwas mit ihnen macht.“

Singen hatte er ursprünglich eigentlich gar nicht wollen. Aber als er 14 war, redete sein Gitarrenlehrer wegen seiner „tierischen Sprechstimme“ so lange­ auf ihn ein, bis er es doch ­einmal probierte. Die Aufnahme hat er dann den Eltern vorgespielt, die haben prompt geweint „und dann kommst Du da nicht mehr wirklich raus“, erzählt er schmunzelnd.

Inzwischen hat er Auftritte als Vorgruppe für „Silbermond“ absolviert, auf einer Hallig Konzerte gegeben und nun eben das erste richtige Album aufgenommen, mit dem die Band auf Tour geht.

Gerade haben sie mit „Kleine Dinge“ den dritten Platz beim „Deutschen Musik Song Contest“ gewonnen, zu dem 500 Bands aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angereist waren. „Wir freuen uns auf das, was da passiert“, sagt Jan. Die Fans werden mehr, die Konzerte größer. „Ich glaube, wir gehen da guten Zeiten entgegen.“

nDas Album-Release-Konzert findet am Freitag im Nachtsalon in Marburg statt. Als Support tritt die Band „Domi Bade“ auf. Einlass ist ab 19 Uhr, der Eintritt kostet im Vorverkauf 12, an der Abendkasse 14 Euro. Bei 3 Tage­ Marburg ist Janne dann auch wieder in Marburg zu hören, live, umsonst und draußen: am 8. Juli um 14 Uhr auf der Marktplatzbühne.

von Nadja Schwarzwäller

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