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Egomanen auf der Suche nach Wahrheit

Kinostart: „True Story – Spiel um Macht“ Egomanen auf der Suche nach Wahrheit

In „True Story“ lässt sich ein diskreditierter Journalist (Jonah Hill) auf ein gefährliches Spiel mit einem mutmaßlichen Mörder (James Franco) ein.

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Michael (Jonah Hill, links) und Chris (James Franco) wollen ihre Glaubwürdigkeit wiedererlangen.

Quelle: 20th Century Fox

Der Starreporter Michael Finkel (Jonah Hill) muss vor seinen Chefs zu Kreuze kriechen. Denn bei seinem jüngsten Artikel hat er es mit der Wahrheit nicht ganz so genau genommen – um der Geschichte willen, versteht sich.

Seinen Job ist der erfolgsverwöhnte Michael trotzdem los, seinen guten Namen auch. Den macht sich ausgerechnet der mutmaßliche Mörder Christian Longo (James Franco) bei seiner Verhaftung zu eigen. Michael wittert seine Chance: auf eine große Story und seine eigene Rehabilitation.

Es ist ein Geflecht aus vermeintlichen Wahrheiten, um Geschichten, Fiktion und Realität, die der britische Theaterregisseur Rupert Goold in seinem Kinodebüt „True Story – Spiel um Macht“ entwirft. Nach den Memoiren des Journalisten Michael Finkel schafft er zwei Figuren, die nach und nach eine fast symbiotische Beziehung entwickeln.

Hier der aus eigener Schuld gedemütigte und zugleich auch geschmeichelte Michael. Dort der gebildete und mitunter reumütige Chris, der seine Frau und seine drei Kinder umgebracht haben soll. Die beiden schließen einen Deal: Chris gewährt Michael Exklusivrechte an seiner Geschichte, im Gegenzug bringt Michael ihm das Schreiben bei, gemeinsam schreiben sie ein Buch über den Fall.

Keiner dieser Protagonisten ist sonderlich sympathisch und schon gar keine Identifikationsfigur. Allzu schnell spürt der Zuschauer, dass Chris ein falsches Spiel spielt, lässt sich aber immer mal wieder auf die falsche Fährte führen. Das macht eine gewisse Spannung aus. Zum Schluss aber bleibt ein sehr schaler Nachgeschmack.

  • Der Film läuft im Capitol.

von Britta Schmeis

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