Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Eckhard Henscheid liest im Café Vetter

Die Vollidioten Eckhard Henscheid liest im Café Vetter

Die 1970er in Frankfurt waren eine wilde Zeit: Spontis kämpfen gegen Spekulanten, der Frankfurter Häuserkampf ist der Startschuss für die deutsche Hausbesetzerszene, Rainer Werner Fassbinder schreibt für das Theater am Turm das Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ (1974), der Ex-Außenminister Joschka Fischer fährt Taxi, organisiert Demos, beteiligt sich an Straßenschlachten.

Voriger Artikel
Erinnerung an Weltstars
Nächster Artikel
AWS-Big-Band startet in ihr Jubiläumsjahr

Eckhard Henscheid liest im Café Vetter.Foto: Wolfgang Becker

Marburg. Auch der Schriftsteller Eckhard Henscheid lebte damals in Frankfurt, war Mitglied der sogenannten Neuen Frankfurter Schule, die unter anderem in den Satiremagazinen pardon und Titanic publizierte.

Am Sonntag, 16. Februar, ist der Autor zu Gast im Café Vetter. Auf Einladung der Neuen Literarischen Gesellschaft liest er ab 11 Uhr aus seinem bereits 1972 erschienenen süffisant-komischen Frankfurt-Roman „Die Vollidioten“, der als „historischer Roman aus dem Jahr 1972“ bei Schöffling & Co neu aufgelegt wurde.

„Die Vollidioten“, heute ein Klassiker der deutschen Komik, spielt im Gründerzeitviertel Nordend: Herr Jackopp verliebt sich in Fräulein Czernatzke, während im Gasthaus Mentz gesellschaftspolitische Utopien entwickelt werden. So wird etwa über die Gründung eines „Vereins zur Abschaffung der Sexualität wegen unerträglicher Banalität der dabei anfallenden Vorgänge“ und über die möglichst gedeihliche Emanzipation der Frau diskutiert.

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr