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Für immer jung mit Bob Dylan

„Dylan‘s Dream“ Für immer jung mit Bob Dylan

Die Formation „Dylan‘s Dream“ begeisterte 200 Zuhörer auf der Waldbühne.

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Bandleader Jörg Götzfried und Sängerin Christine Götzfried beim Auftritt von Dylan‘s Dream auf der Waldbühne.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. „Forever young“ sangen viele der 200 Zuhörer am Samstagabend lautstark mit, andere winkten mit den Armen hin und her, einige Paare tanzten miteinander, als nach zweieinhalb Stunden eines der ­beliebtesten und meistgecoverten Lieder Bob Dylans von der Waldbühne am Kaiser-Wilhelm-Turm erklang. Darum, jung zu bleiben im Herzen und im Geist, nicht um ewige Jugend geht es darin.

Unter dem Motto „Times are changing“, das natürlich Bezug auf den Dylan-Titel „The times they are a-changin“ nimmt, war die Band „Dylan‘s Dream“ aus Kassel angetreten, ihre Begeisterung für das große künstlerische Lebenswerk Bob Dylans mit eigener Handschrift und individuellen Interpretationen dem Publikum mitzuteilen.

Nicht ohne Grund bezeichnet sich die Band, die im Dezember 2015 vom Deutschen Rock-und Popverband zur besten Coverband Deutschlands gekürt wurde, als Dylan-Discoverband. Auch wenn der Bandleader, der aus Marburg stammende Jörg Götzfried, dem Vorbild stimmlich sehr nahe kommt, so versucht Dylan‘s Dream die Songs aus mehreren Dekaden nicht einfach eins zu eins nachzuspielen, sondern gewinnt den ohnehin vielfältigen Gattungen­ ­
von Folk und Country über Blues bis Rock musikalisch eigene und neue Facetten ab.

Zwar fehlte bei diesem Konzert das siebte Bandmitglied ­Kathy Freiboth, die sonst Violine, Bratsche, Posaune und Trompete beisteuert, aber Juri­ Gretschko schuf mit seinem virtuosen ­Akkordeonspiel (ansonsten Keyboard und Piano) einen ungewöhnlichen Sound. Christine Götzfried bereicherte mit ihrer ausdrucksstarken kräftigen Stimme den Gesang ihres Mannes, manchmal übernahm sie auch die Hauptstimme.

Man merkte den Interpretationen und Ansagen an, dass die Band nicht einfach nur Songs nachspielt, sondern sich mit deren Aussagen beschäftigt hat und Inhalt sowie die Stimmung darin adäquat wiederzugeben weiß. „Like a rolling stone“ und „I shall be released“ erklatschte sich das Publikum als Zugaben.

von Manfred Schubert

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