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Drei-Säulen-Modell für die Kunst

60 Jahre Documenta Drei-Säulen-Modell für die Kunst

Im Juli vor 60 Jahren hat die erste Documenta in Kassel begonnen. Seitdem hat sich die Schau zur weltweit wichtigsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst entwickelt.

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Gewohntes Bild während der Documenta: Besucherschlangen vor dem Museum Fridericianum in Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi

Kassel. Zum 60. Geburtstag der Documenta geht der Blick zurück – und nach vorn. Mit einem Festprogramm aus Vorträgen, Ausstellungen und Konzerten wird das Jubiläum in Kassel gefeiert. Ein Höhepunkt ist ein Symposium, in dem die Leiter der vier vergangenen Documenta-Ausstellungen am 17. und 18. Juli mit dem Leiter der kommenden Documenta 14, Adam Szymczyk (kleines Foto: Zucchi), über die Konzepte der „Weltkunstausstellung“ diskutieren.

Die Documenta sei mehr als eine Ausstellung, sie wolle vielmehr Denkmodelle und Theorien zu aktuellen Themen vermitteln, sagte am Donnerstag die Documenta-Gastprofessorin der Kunsthochschule Kassel, Dorothea von Hantelmann. Um die Ausstellung, die im Fünfjahres-Rhythmus stattfindet, auch zwischen den Ausstellungen stärker zu verankern, hat Documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff ein Drei-Säulen-Modell aufgestellt.

„Die Ausstellung ist das Hauptgeschäft“, betonte sie. Zudem soll die Geschichte der Documenta in Kassel besser erlebbar gemacht werden. Dazu werden Außenkunstwerke wie die Spitzhacke von Claes Oldenburg oder der Himmelsstürmer von Jonathan Borofsky instand gesetzt und zu einem Rundgang verbunden. Außerdem soll die Geschichte der Schau weiter wissenschaftlich erarbeitet werden.

Deshalb übergibt die Stadt das Documenta-Archiv zu Beginn der Festwoche am 15. Juli an die Documenta GmbH, die von Kassel und dem Land Hessen getragen wird. Damit verbunden ist eine bessere finanzielle Ausstattung des Archivs. Zu dem jährlichen Beitrag von rund 500.000 Euro gibt das Land nun die gleiche Summe hinzu.

Zudem sind in der Festwoche (15. bis 19. Juli) ein Documenta-Fest und Führungen zur Ausstellungsgeschichte geplant. Am 16. Juli wird eine Retrospektive des Künstlers Marcel Broodthaers (1924-1976) eröffnet. Der Belgier und mehrfache Documenta-Teilnehmer gehört nach Angaben der Direktorin der Kunsthalle Fridericianum, Susanne Pfeffer, zu den wichtigsten Vertretern zeitgenössischer Kunst.

von Timo Lindemann

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