Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Drei Bands, drei Stile, ein tolles Konzert

„Marburg Calling“ Kulturladen KFZ Drei Bands, drei Stile, ein tolles Konzert

Drei lokale Bands riefen zur Rock-Party „Marburg Calling“ und die Fans strömten in Scharen herbei. Bis auf den letzten freien Meter drängten sich am Samstag Rock-Fans im Saal des KFZ.

Voriger Artikel
Eine Woche rund ums Buch
Nächster Artikel
Wilde Schwäne kehren 
in die Oberstadt zurück

Brachten jede Menge Energie auf die KFZ-Bühne: Bazouka Groove Club (großes Bild), Marspol (unten) und Phonosonic Turtles (oben).

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Mit einem fulminanten Auftritt starteten die Indierocker „Marspol“ um Marius Fietz und Dominik Reh in den Abend. „Wie geht es euch, Marburg? Wir freuen uns sehr, heute hier zu sein“, begrüßte Sänger und Bassist Fietz das gutgelaunte Publikum.

Und sogleich spielten die Gießener Musikstudenten ihren ersten Song „Königin“. Bereits die ersten Takte ließen schon erahnen, dass kein Platz für Winterblues und Langeweile an diesem Abend zu erwarten sei. Zu tanzbaren Rhythmen, funky Gitarrenriffs und deutschen Texten wippten die ersten Besucher mit.

„Das ist heute unser erster Gig, wir schreiben schon seit zwei Jahren an diesen Liedern“, erzählten die Musiker später. Mit den eher philosophisch anmutenden Titeln „Sommer“ und „Wer du wirklich bist“ schaffte die Band anschließend eine sanftere Atmosphäre.

Drei lokale Bands riefen zur Rock-Party „Marburg Calling“ und die Fans strömten in Scharen herbei. Bis auf den letzten freien Meter drängten sich am Samstag Rockfans im Saal des KFZ.

Zur Bildergalerie

Sehnsucht und Fernweh interpretierte der Sänger ausgehend von erlebten Eindrücken und Erinnerungen an Liebe und Lebensgefühl aus dem Alltag der Menschen. Eine baldige EP-Erscheinung versprachen Marspol dem Publikum, die Fans reagierten mit freudigem Jubel.

„Das war der erste und zugleich geilste Gig, den wir mit euch zusammen haben durften“, verabschiedeten sich die Musiker und räumten die Bühne für die Marburger Combo „Phonosonic Turtles“.
Die neunköpfige Band um Sänger Matthias Wellershausen legte sofort los wie die Feuerwehr. Das Zusammenspiel aus Bläsersegment von Saxofon und Co. sowie Schlagzeug und Saiteninstrumenten zeigte die musikalische Vielfalt der Band.

Die „Phonosonic Turtles“ präsentierten ein buntes Spektrum an lateinamerikanischen Klängen à la Buena Vista Social Club, klasse Tanz- und Partymusik, zu der die Menge ausgelassen tanzte. Frech und stürmisch interpretierten die Musiker unter anderem den Titel „One Step“. Neuzugang Wellershausen gefiel der Auftritt sichtlich: „Unsere Band ist wie eine zweite Familie für mich“. Zum letzten Titel „be united“ forderten die Marburger Musiker nochmal alles vom Publikum.

„War echt geil bis jetzt“

Für den letzten Auftritt des Abends sorgten „Basti, Joschi, Niklas, Marcus und Philipp“ vom „Bazouka Groove Club“. Mit ihrem ungewöhnlichen und temporeichen Mix aus Rap und Rock sind die Bundesfinalisten des Emergenza-Festivals 2015 die Marburger Senkrechtstarter des vergangenen Jahres. Rebellisch und voller Energie tobten die Musiker über die Bühne und auch vor der Bühne gab es kaum ein Halten.

Als Frontmann Sebastian Blanke von der Bühne zum Publikum hinab stürmte und verkündete: „War echt geil bis jetzt“, brachte er die tanzende Menge nochmal auf Hochtouren. Mit dem Song „Prinzipien“ zeigten die Jungs gegen Ende nochmal textlichen Tiefgang.

In Schweiß gebadet und ausgepowert verabschiedeten sich die fünf Marburger nach ihrer 45-minütigen Session und hinterließen ein ebenso fertiges Publikum im KFZ. Ein tolles Konzert mit drei ­lokalen Bands. Mehr davon.

von Arnd Hartmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr