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Doppelausstellung „Take off“ und „Wahnsinn!“

Kunstverein Doppelausstellung „Take off“ und „Wahnsinn!“

Ab Freitag präsentiert der Marburger Kunstverein Werke von Menschen, die gar nicht anders können, als abseits der Norm zu stehen.

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von Christine Krauskopf

 

Marburg . Paul Gauguin, etliche Surrealisten, Richard Lindner oder auch Georg Baselitz interessierten sich für Kunst mit „Sonderbarkeiten“ und studierten Werke aus der Südsee, aus Afrika – und sogenannte „Anstaltskunst“, erklärt Dr. Thomas Roeske, Leiter der „Sammlung Prinzhorn“.

Prinzhorn war der Ansicht, dass (akademische) Künstler zu viel denken und ihr rationales Schaffen ein „Ersatzkonstrukt“ kreativer Autonomie sei. „Es ist aber ein Mythos, dass Psychatriepatienten einen unverstellten Zugang zum Unbewussten haben“, sagt Roeske deutlich.

Der Anteil der Prinzhorn-Sammlung heißt „Wahnsinn!“ und umfasst neuere Werke von sechs Männern und Frauen „mit Psychiatrie-Erfahrung“, so die politisch korrekte Bezeichnung. (In Kanada auch Therapy-Survivals – Therapie-Überlebende genannt.) Das Wort „Wahnsinn“ für sich genommen sei negativ besetzt, mit einem Ausrufezeichen werde es im Sinne von „überwältigend“ benutzt, erläutert Roeske. So würde die Abgrenzung zu anderen Gruppen gleichzeitig spielerisch thematisiert und umgangen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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