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Diese Bärte lassen es krachen

Jaya the Cat im KFZ Diese Bärte lassen es krachen

„Here come the drums“ hieß es am Samstag beim Konzert von „Jaya the Cat“ im KFZ. Mit ihrer Mischung aus Reggae, Ska und Punk überzeugte die Band das Marburger Publikum.

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Gelassen im Hier und Jetzt: „Jaya the Cat“-Frontmann Geoff Lagadec wirft einen Blick auf das Publikum im Saal.Foto: Angelika Fey

Marburg. Diese Bärte! Auf den ersten Blick beeindrucken Sänger Geoff Lagadec und Bassist Jan Jaap „Jay“ Onverwagt zunächst mit einer anständigen Haarpracht im Gesicht. Aber nicht nur mit ihrem unverwechselbaren Aussehen können „Jaya the Cat“ beim Publikum punkten: Sie machen vor allem gute, tanzbare Musik.

Am Samstag brachten „Jaya the Cat“ die Fans im proppenvollen KFZ zum Hüpfen. Die Band um Frontmann Geoff Lagadec heizte dem Publikum bei ihrem Auftritt ordentlich ein. Zur Zeit sind die Musiker von „Jaya the Cat“ auf Europatour, um ihr neues Album „The New International Sound of Hedonism“ zu promoten.

Spätestens beim dritten Lied waren die KFZ-Besucher aufgewärmt. Statt frieren in der Winterkälte hieß es nun mitgehen mit dem Beat, hüpfen und Spaß haben. Die Stimmung war ausgelassen, aber nicht aggressiv; das Publikum ganz gemischt: Von 18-jährigen Schülerinnen bis zum 60 Jahre alten Rockveteranen war alles vertreten. Das bunte Publikum passt zum vielseitigen Sound von „Jaya the Cat“. Die Band wirft Reggae, Ska und Punk in einen Topf, schmeckt mit Bier sowie einer Prise Whiskey ab und rührt das ganze mit viel Elan ordentlich durch. Heraus kommt eine Mischung, die sich nicht zusammen gestückelt oder gewollt anhört, sondern rund und authentisch. Musikalisch ist „Jaya the Cat“ am ehesten mit Bands wie „Sublime“ oder den „Beatsteaks“ vergleichbar.

Können ist natürlich auch dabei. Ein paar Jahre Bühnenerfahrung wird Geoff Lagadec schon auf dem Buckel haben, das lässt der angegraute Bart vermuten. Ursprünglich kommen er und der Schlagzeuger David „The Germ“ Germaine aus Boston in den USA, wo sie bereits als „Jaya the Cat“ Musik machten.

Inzwischen haben sich die beiden in Amsterdam niedergelassen und spielen nun mit Jan Jaap „Jay“ Onverwagt (Bass, Gesang), Jordi Newcastle (Gitarre, Gesang) und Johan „Leon“ van‘t Zand (Keyboard) in neuer Formation. „The New International Sound Of Hedonism“ ist das vierte Album der Band, die sich durch zahlreiche Liveauftritte inzwischen eine treue Fangemeinde erspielt hat.

Auch im KFZ waren einige gestandene Anhänger, die viele Lieder mitsingen konnten. Das überrascht nicht, denn Songs wie „Here come the drums“ oder „Unconditional Love“ gehen sofort ins Ohr und haben Hitqualitäten.

Auch wenn man kein eingefleischter Reggae-Fan ist, sondern eher von der rockigen Sorte, kann man „Jaya the Cat“ also zustimmen, wenn sie singen „Thank you Reggae“. Denn bei der Band wird der Karibik-Sound zur Bereicherung für die Punkmusik.

von Angelika Fey

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