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Die letzten Tage im Leben von Jesus

Musical in der Waggonhalle Die letzten Tage im Leben von Jesus

„Jesus Christ Superstar“ erzählt von den letzten Tagen im Leben von Jesus, und zwar so, dass er sehr menschlich erscheint. In der Waggonhalle wird eine Version des Musicals zu sehen sein, die diese Figur noch mehr in die Gegenwart holt.

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Lukas Nadjiri (links) schlüpft in die Rolle von Jesus von Nazareth, Yannick Bernsdorff ist Judas Iskariot.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Das Musical mit der Musik von Andrew Llloyd Webber mit dem Text von Tim Rice feierte 1971 am Broadway in New York Premiere. Die beiden bezeichneten das Stück, das komplett durchkomponiert ist, also keine gesprochenen Passagen enthält, als Rockoper. 1973 wurde das von Anfang an sehr erfolgreiche Musical verfilmt und blieb „Stammgast“ auf den Musicalbühnen. Und nun wird es am Mittwoch, 3. August, Premiere auf der Bühne der Waggonhalle feiern.

„Wir legen seit Jahren bewusst einen große Produktion in den August, wenn sonst wenig kulturelle Angebote vorhanden sind“, sagt Waggonhallen-Geschäftsführer Matze Schmidt.  25-mal wird „Jesus Christ Superstar“ bis zum 28. August zu erleben sein.

Nachdem die erste Musical-Produktion „Sweeney Todd“ im vergangenen Jahr sehr erfolgreich war, setzt die Waggonhalle für ihre 27. Eigenproduktion noch einen drauf und präsentiert eine aufwendige Inszenierung mit zwölf Musikern und 19 Darstellern, insgesamt sind 40 Akteure beteiligt. „Das ist ein sehr großes Projekt für uns, das die Waggonhalle an ihre Grenzen bringt“, sagt Schmidt. Seit November laufen die Vorbereitungen, geprobt wird seit Januar.

Schmidt: "Es ist eine Mittelhessen-Produktion."

Die musikalische Leitung hat wie schon im Vorjahr der 24-jährige Tom Feldrappe, der betonte, dass alle Darsteller bereits Musical-Erfahrung haben und seit Jahren im semiprofessionellen Bereich arbeiten. Viele von ihnen sind Musikstudenten. Alle sind extra für diese Produktion gecastet worden und waren noch nie in einer Waggonhallen-Produktion zu sehen – die meisten kommen aus Gießen, einige aus Marburg und Wetzlar. „Es ist eine Mittelhessen-Produktion“, sagt Schmidt.

Regisseurin Katrin Rouwen hat bereits viel Erfahrung mit der Inszenierung von Musicals und möchte „Jesus Christ Superstar“ in die Gegenwart holen. Es sollen heutige Menschen sein, die Jesus von Nazareth begegnen, die, die ihm folgen, sind eher Demonstranten als Jünger. „Ich möchte die letzten Tage im Leben von Jesus in neuen Bildern erzählen“, sagt Rouwen.

Bei so vielen Mitwirkenden wird auf der Bühne gar nicht viel Platz für ein Bühnenbild sein, mit einem Baugerüst und einer Treppe werden die Räume so gestaltet, dass sich immer neue Varianten ergeben.  
Gesungen wird komplett in Englisch – aber die Handlung sollte weitgehend bekannt sein. Es sind die letzten sieben Tage im Leben von Jesus, mit den Augen von Judas gesehen.

Die Aufführung dauert knapp zwei Stunden, mit einer Pause. Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter www.adticket.de, im Rotkehlchen in der Waggonhalle und unter 06421/690626 erhältlich.

von Heike Döhn

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