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Die Vielfalt der Marburger Kunstszene

Kunstverein präsentiert Ausstellung Die Vielfalt der Marburger Kunstszene

Sieben Wochen war der Kunstverein wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Diesen Freitag wird er um 18 Uhr mit der Ausstellung „Kunst in Marburg“ wieder eröffnet.

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Individuell und doch gemeinsam

Eva-Vera Rottstedt arbeitet am Aufbau ihrer Installation „Ecke No 6 – Solidarität ist unsere Waffe“. Sie verknüpft Malerei, Zeichnungen und Texte zu einer politischen Arbeit.

Quelle: Uwe Badouin

Marburg. „Kunst in Marburg“ heißt der Überblick über die aktuelle Marburger Kunstszene. Die Ausstellung, die inzwischen alle zwei Jahre vom Kunstverein präsentiert wird, hat eine lange, wechselhafte Geschichte.

Viele Jahre wurde sie im Unimuseum gezeigt, mit der Eröffnung des neuen Hauses des Kunstvereins am Gerhard-Jahn-Platz zog sie um. Bis zu 160 Künstlerinnen und Künstler reichten früher ihre Arbeiten ein, der Kunstverein erstickte in Kunst, musste oft mehr als die Hälfte nach Hause schicken, handelte sich jede Menge Ärger ein und präsentierte notgedrungen trotzdem Ausstellungen, die weder den Künstlern noch dem Publikum wirklich gerecht wurden.

Vor sechs Jahren zog der Vorstand die Notbremse und setzte externe Juroren ein. „Wir versuchen, Juroren auszuwählen, von denen wir annehmen, dass sie die Marburger Szene kennen“, erklärt der Kunstvereins-Vorsitzende Dr. Gerhard Pätzold. Zudem kommen bei jeder „Kunst in Marburg“-Schau andere Juroren zum Zuge und damit, so die Hoffnung, ein anderer Blick auf die Kunstszene.

In diesem Jahr gehörten Kathrin Brömse, Doris Conrads, Susanne Paesel, Burgi Scheib
lechner und Professor Horst Schwebel der Jury an. Sie haben 21 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, mit ihnen über die Auswahl der Werke diskutiert und sie auch bei der Platzierung der Arbeiten im Kunstverein unterstützt. Horst Schwebel, der diesen Freitagabend in die Ausstellung einführt, betonte: „Es war eine tolle Zusammenarbeit. Jeder kennt andere Künstler, hat einen anderen Blick.“

Das Konzept geht auf: Die auf diese Weise kuratierte Ausstellung gibt auf 500 Quadratmetern einen spannenden Überblick über die aktuelle Marburger Kunstszene. Junge, neue Stimmen sind ebenso vertreten wie arrivierte Künstler. Das Spektrum reicht von der 1988 geborenen Künstlerin Natalja Prihara bis zum 1928 geborenen Maler Horst Vaupel.

Auch viele Kunstgattungen deckt die Ausstellung ab, die einen Blick auf die Vielfalt der Marburger Kunstszene ermöglicht. Zu sehen sind Installationen, kinetische Objekte, Malerei, Grafiken, Zeichnungen und Fotografie.

von Uwe Badouin

 
 Die Künstlerinnen und Künstler

Micha Bartsch (Jahrgang 1963), Meisterschüler an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, arbeitet seit 1998 als freier Grafiker, Maler und Dozent unter anderem an der VHS Marburg – Malerei

Barbara Isabella Bauer-Heusler (1948), Studium der Bildhauerei an der AdBK Karlsruhe, lebt und arbeitet seit 1976 in Marburg – Zeichnungen

Christine Dahrendorf (1962), Studium am Institut für Bildende Kunst der Philipps-Universität, seit 2004 freischaffende Künstlerin – Malerei

Ulrich Harder (1963), seit 1999 als selbständiger Künstler tätig, 2003 Preisträger des Otto-Ubbelohde-Preises – Malerei

Ingrid Hermentin (1951), lebt seit 1982 in Marburg, widmet sich seit 1990 dem Bereich Computergrafik

Isolde Herold (1945), Studium der Kunsterziehung, seit 1994 Teilnahme an der Marburger Sommerakademie – Malerei

E. Jakobus Klonk (1932), Ausbildung als Glasmaler und Maler, Kunstakademie Düsseldorf, bis 2000 eigene Werkstatt – Holzschnitte und Federzeichnungen

Christina Kohlbrecher (1987), lebt und studiert in Marburg, Master of Science in Biodiversität – „Krabbeltiere“

Werner Krieglstein (1937), Kunsterzieher am Gymnasium Philippinum, Lehrbeauftragter am Institut für Grafik und Malerei der Philipps-Universität – Bildhauerei

Rainer Lather (1960), Tischler, Entwicklungshelfer – Porträtmalerei

Dieter Liedtke (1938), Designer, Studium an der Folkwangschule Essen und Werkkunstschule Wuppertal – Malerei

Sylvia Matzke (1980), Studium in Marburg, leitet seit 2011 die Werkstätten für Druckgrafik des Instituts für Kunstpädagogik der Justus-Liebig-Universität Gießen – Grafik

Georg Mertin , lebt und arbeitet als Künstler und Lehrer in Wallau, Dozent – Fotografie

Antonia Mösko (1943), Mitglied der Werkstatt Radenhausen – Objekte

Natalja Prihara (1988), seit 2015 Lehrbeauftragte am Institut für Bildende Kunst der Philipps-Universität – Zeichnungen

Eva-Vera Rottstedt (1988), 2013 bis 2016 Studium der Bildenden Kunst an der Philipps-Universität – Installation

Britt Schneider , seit 2015 wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Bildende Kunst der Philipps-Universität – Malerei

Johannes Schönert (1936), Kunststudium in Leipzig und Dresden, Lehraufträge an der Philipps-Universität – Skulpturen

Hans Schohl (1952), lebt heute in Anzefahr bei Marburg, arbeitet als Künstler, Ausstellungsmacher und Kunstlehrer, Mitglied der Werkstatt Radenhausen – kinetische Installation

Fe Strack (1986), seit 2013 Studium der Bildenden Kunst – Fotoradierungen

Horst Vaupel (1928), Absolvent der Hamburger Fotoschule, Studium am Institut für Grafik und Malerei der Philipps-Universität – Malerei

 
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