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Die Spur führt nach Russland

OP-Lesesommer Die Spur führt nach Russland

Nichts für schwache Nerven ist der Krimi-Erstling von Katja Bohnet, „Messertanz“.

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Quelle: Knaur

In „Messertanz“ geht es reichlich brutal zu, Gewalt wird anschaulicher dargestellt, als man das unbedingt möchte.

Auf der anderen Seite schildert Bohnet sehr authentisch den Fall, der sich aus dem Fund einer erstochenen und verstümmelten Frauenleiche in einer Berliner Wohnung entspinnt.

Die Spur, die das ungewöhnliche Ermittlerduo vom LKA Berlin aufnimmt, führt nach Russland, in ein Netz aus Korruption, in dem jeder käuflich ist. Und dahinter verbergen sich Sehnsüchte, die brutal ausgebeutet werden.

von Heike Döhn

 
Leseprobe

Für einen Moment sah sie ihn ausdruckslos an. Etwas huschte über ihr Gesicht. Dann fragte sie: „Sie meinen etwa so?“ Und mit einem plötzlichen Ruck ihrer rechten Hand stieß sie sich das Messer durch den linken Handrücken. Alle Gäste im Raum stöhnten auf. Jemand musste aufgesprungen sein, ein Stuhl kippte lautstark um, jemand schien zu erbrechen. Ronny hatte sich weggedreht. Nur Viktor starrte auf die festgenagelte Hand. Er war zugegebenermaßen beeindruckt. Aber er hatte schlimmere Dinge gesehen, viel schlimmere Dinge.

  • Katja Bohnet: „Messertanz“, Knaur, 302 Seiten, 9,99 Euro.
 

 

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