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Die Nummer 1 aller Blasorchester

Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten Die Nummer 1 aller Blasorchester

Sie spielen in den großen Konzerthäusern der Welt und am 22. März machen sie Station in der Stadtallendorfer Stadthalle: Die OP verlost 10 mal 2 Freikarten für das Konzert der Egerländer Musikanten.

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Sängerin Katharina Praher ist die einzige Frau, die mit den Egerländer Musikanten auf der Bühne steht. Chef Ernst Hutter (vorne, links) spielt Tenorhorn.Foto: Veranstalter

Stadtallendorf. Ernst Mosch, als Sohn eines Bergmanns in Tschechien aufgewachsen, war ein Ausnahmetalent: Er spielte als Kind und Jugendlicher Geige und Flügelhorn und lernte heimlich sein Lieblingsinstrument: die Posaune. Mosch gründete in den 1950er Jahren die „Egerländer Musikanten“ und formte sie über Jahrzehnte zum erfolgreichsten Blasorchester der Welt. Der Perfektionist, der nach dem Zweiten Weltkrieg nach Bayern floh und seine Brötchen als Jazzmusiker in amerikanischen Armeeclubs verdiente, war bis zu seinem Tod im Mai 1999 der unumstrittene Chef des Familienbetriebs Mosch. 40 Millionen Tonträger haben Moschs „Die Original Egerländer Musikanten“ verkauft.

Dass es „Die Egerländer Musikanten“ heute noch gibt und dass sie kaum weniger erfolgreich sind, ist auch ein Verdienst des neuen Leiters Ernst Hutter. Der 1958 nahe Lindau geborene Musiker, Komponist und Arrangeur trat 1985 als „Nesthäkchen“ , wie er sagt, in Moschs berühmtes Auswahlorchester ein. Mosch erkannte schnell die Qualitäten des studierten Musikers, den er als Tenorhornisten aufnahm und langsam als potenziellen Nachfolger aufbaute.

1999 war es so weit: Hutter übernahm nach dem Tod des „Königs der Blasmusik“ gemeinsam mit Toni Scholl die Leitung des legendären Orchesters. „Es waren sehr, sehr große Fußstapfen“, sagte Hutter im Gespräch mit der OP. Das war auch der Grund, weshalb sie das Orchester zu zweit leiteten und anfangs niemand als Dirigent im Vordergrund stand. Der Respekt war groß. „Wir hatten uns eine dreijährige Probezeit gegeben, wollten sehen: Wie kommt das Publikum mit uns zurecht.“

Es hat geklappt: Seit 2003 leitet Hutter das Orchester alleine, es heißt seither „Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten“. Der Ton, der von Mosch gewollte weiche Schmelz ist derselbe geblieben. „Das Tenorhorn ist mit seinem weichen Ton das bestimmende Instrument bei den Egerländern“, erklärt Hutter den berühmten Sound.

Nach wie vor spielt das Orchester 45 bis 60 Konzerte pro Jahr. Viel mehr geht gar nicht, denn alle Musiker des Orchesters sind in vielen weiteren Ensembles tätig. Viele Musiker kommen aus dem Jazz, dem Swing, musizieren in renommierten Bigbands. Hutter etwa ist Leadposaunist bei der Big Band des Südwest-Rundfunks, mit der er bis zu 100 Konzerte pro Jahr gibt. Zudem spielt er im SWR Allstar Quintett, dem Posaunenensemble Quattrobones und dem klassischen Stuttgart Brass Quartett. Außerdem leitet er ein Jazz-Quartett unter eigenem Namen. „Ich bin ein glücklicher Mensch“, sagt Hutter, der sich bei den Egerländern als „Gleicher unter Gleichen“ sieht. Ein Grund ist die Musik. So plädiert er für eine frühe musikalische Ausbildung von Kindern.

In Stadtallendorf präsentieren „Die Egerländer Musikanten“ ihr Programm „Lebe zur Musik“ mit vielen Polkas, die das Ensemble weltweit berühmt gemacht haben. Die Tournee führt sie quer durch Deutschland, nach Österreich und in die Schweiz. Die Egerländer Musikanten waren 1966 übrigens das erste deutsche Orchester, das in der berühmten New Yorker Carnegie Hall auftreten durfte. Das verpflichtet bis heute. „Live zu spielen, das ist unsere größte Motivation“, sagt Hutter.

OP-Gewinnspiel

Die OP verlost 10 mal 2 Freikarten für das Konzert am Samstag, 22. März, ab 20 Uhr in der Stadtallendorfer Stadthalle. Wer gewinnen will, muss eine Frage beantworten: Sein wann leitet Ernst Hutter „Die Egerländer Musikanten“ alleine?

Die Zuschriften gehen unter dem Stichwort „Egerländer“ an die Oberhessische Presse, Kulturredaktion, Franz-Tuczek-Weg 1, in 35039 Marburg. Sie können auch per Mail übermittelt werden: kultur@op-marburg.de. Die Zuschriften müssen am 9. März in der Redaktion vorliegen. Die Gewinner werden auf den Kulturseiten veröffentlicht.

Für das Konzert gibt es Karten unter anderem in den OP-Geschäftsstellen im Schlossberg-Center und im Franz-Tuczek-Weg.

von Uwe Badouin

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