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Die Magie von Licht und Schatten

Galerie Schmalfuß Die Magie von Licht und Schatten

Das flirrende Licht des Südens spielt eine Hauptrolle in den Gemälden von Annette Besgen. Viele der Bilder tragen den Titel „Bacino“, italienisch für Wasserbecken, und so lautet auch der Titel der Ausstellung, die am Samstag eröffnet wurde.

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Faszinierende Spiegelungen: Annette Besgen steht vor ihrem 
Gemälde mit dem Titel „Bacino“.

Quelle: Bettina Preussner

Marburg. Annette Besgens Gemälde sind in Venedig entstanden, wie die Malerin erzählte. „Der Zufall hat mich in eine alte Werkhalle mit Wasserbecken getragen. Eigentlich wollte ich die Biennale besuchen.“

Sofort habe sie zahlreiche Motive im Kopf gehabt, als sie die Wasserflächen sah. „Vor allem die Spiegelungen fand ich sehr spannend“, berichtete Besgen weiter. Auch das Spiel von Licht und Schatten habe sie fasziniert. „Der Schatten ist ein Zeichen der Vergänglichkeit.“

Die Künstlerin geht mit dem Fotoapparat auf die Jagd nach Bildmotiven, erklärte Galerist Michael Schmalfuß in seiner Einführung. Sie besucht bestimmte Orte oft mehrmals, um zu sehen, wie sich das Licht ändert. Dann entsteht eine Vorzeichnung, danach folgt die oft mühevolle Ausführung.

„Das Malen ist bei Annette Besgen auch eine Fleißarbeit, denn ihre Bilder sind mit feinen Pinseln sehr präzise gemalt.“
Besgen arbeitet nicht in Lasurtechnik, sondern die Farbe wird nur in einer Schicht aufgetragen. Als Grundlage verwendet sie feines belgisches Leinen und beste, lichtbeständige Ölfarben. „Das ist für die Strahlkraft der Farben wichtig“, erläuterte sie.

Annette Besgen zeige in ihren Gemälden zwar die Wirklichkeit, sie lasse aber immer wieder etwas weg, erklärt Schmalfuß. „Ihre Malerei ist kein Fotorealismus, denn sie erzählt eigene Geschichten.“ Über die Rolle der Schatten in ihren Bildern sagt Besgen selbst: „Schatten sind nicht materiell. Sie sind ein sehr flüchtiges Phänomen und ein Beispiel für die Vergänglichkeit.“ Annette Besgen wurde 1958 geboren und hat in Siegen Kunst studiert. Arbeitsreisen führten sie nach New York, Paris und Rom.

  • Die Ausstellung ist bis zum 1. Oktober zu sehen, geöffnet Mittwoch bis Freitag von 10.30 bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10.30 bis 16 Uhr.

von Bettina Preussner

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