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Die Magie der kleinen Kunst

Varieté Die Magie der kleinen Kunst

„Bühne frei“ heißt es bis zum 15. September wieder in der Marburger Waggonhalle: Zum 14. Mal präsentiert sich das ZAC Sommervarieté. Sechs Künstler bieten Zauberei, Artistik und Comedy.

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Elisa und Andrew Scordilis zeigen Luftakrobatik vom Feinsten. Eingerahmt werden sie im Foto von Gina Althoff aus der berühmten Zirkusdynastie, „ChaPeau“ (oben rechts) und dem Marburger Zauberer Juno.Fotos: Nadja Schwarzwäller

Marburg. Ein Tuch mit sieben Zipfeln und ein demokratisch eingestellter Zauberkünstler, Bewegungsperformance, Jonglage und was passieren kann, wenn ein Artist morgens in der Bahn steht - all das kann man beim ZAC Sommervarieté erleben. Die Abkürzung ZAC steht für „Zauberei, Artistik, Comedy“ und diese Mischung bekommt Marburg nun bereits zum 14. Mal im Sommer serviert. Monsieur „ChaPeau“ begleitet die Zuschauer als Conférencier durch das Programm. Gleich zu Beginn bastelt er sich - nomen est omen - einen Hut, damit er ihn ziehen kann, wie er sagt: „in tiefer Hochachtung“ vor den Artisten, die zu Gast sind.

Er selbst begeisterte das Publikum bei der Premiere vor allem mit einem Auftritt, bei dem erneut ein Hut die entscheidende Rolle spielt - ein Hut, unter dem „ChaPeau“ im Sekundentakt und mit nur wenigen Handgriffen und ein paar Accessoires gekonnt in die verschiedensten Rollen schlüpft. Das Phänomen der „Materialdurchdringung“ wird mit Hilfe von Zuschauern demonstriert und wie das mit der „Illusion“ in der Zauberei funktioniert, das erklärt „ChaPeau“ ebenfalls. Augen und Ohren werden hinters Licht geführt, et voilà - die zerrissene Zeitung ist wieder bestens lesbar.

Lange Liste an Akrobaten

Ein weiterer Vertreter der Kunst der Zauberei ist „Lokalmatador“ Juno. Der lässt dieses Mal nicht nur Gegenstände verschwinden und wieder erscheinen, sondern hat auch eine musikalische Darbietung im Gepäck. Die „Jazzrobots“, inzwischen ein fester Bestandteil der Varietéprogramme, müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie auch Jazz spielen können und bekommen zusammen mit dem Publikum erzählt, wie ein Jazz-Klassiker, Heinz Erhardt und der Vierwaldstättersee zusammengehören. Juno alias Horst Lohr zeichnet übrigens auch für die Gestaltung der ZAC-Programme verantwortlich.

Die Sparte der Artistik ist im 14. ZAC-Programm erneut stark vertreten. Gina Althoff - Artistin in der achten Generation und im berühmten Zirkus ihres Großvaters geboren - zeigt „Antipodenjonglage“, also eine Form der Jonglage, bei der Gegenstände im Liegen mit den Füßen durch die Luft gewirbelt werden. „In die Luft gehen“ ist die Spezialdisziplin von Elisa und Andrew Scordilis alias „Acts in Motion“. Unter dem Motto „E-Motion“ zeigt das finnisch-südafrikanische Duo Luftakrobatik vom Feinsten. Außerdem gibt es von Andrew eine Bewegungsperfomance zu sehen, die sich „Nugora“ nennt und bei der ein Kubus aus Stahl umhergewirbelt wird.

"Jedes Mal ist es anders"

Das Arbeitsgerät von Herrn Benedict ist das „Cyr-Wheel“. Und wenn er nicht darin auf der Bühne rotiert, dann zeigt er, was passieren kann, wenn man morgens noch halb verschlafen in der Bahn steht - vorausgesetzt, man ist Artist und die Haltegriffe sind eigentlich „Strapaten“. Dann wird aus der Fahrt zur Arbeit eine Show, bei der das Publikum die Luft anhält. „Toll“, lautete das Urteil einer Zuschauerin. „Ich war schon oft im ZAC Varieté und jedes Mal ist es anders“.

  • Das Sommervarieté gastiert noch mit 12 weiteren Vorstellungen bis zum 15. September in der Waggonhalle. Außerdem treten Joseph Collard, „die Qsinen“ und „Kalahari Roses“ noch im Rahmen des Varietésommers auf.
  • Für kleine Besucher stehen „Der Froschkönig“ und Gina Ginellas „Taluli im Märchenland“ auf dem Programm. Weitere Informationen zu den Terminen, Eintrittspreisen und Künstlern gibt es im Internet unter www.waggonhalle.de.

von Nadja Schwarzwäller

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