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Die Gier der Spekulanten

Hessisches Landestheater: „Das Geld“ Die Gier der Spekulanten

Am Samstag wird gefeiert: Bevor ab 19.30 Uhr „Das Geld“ nach einem Roman von Émile Zola zu sehen ist, weiht das Hessische Landestheater ab 19 Uhr den neuen Platz vor dem Theater am Schwanhof ein.

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Sebastian Muskalla und Thomas Huth rennen in „Das Geld“ vor einer monströsen Druckmaschine davon, die Christian Zander vom Landestheater auf die Bühne „gezaubert“ hat.

Quelle: Neven Allgeier

Marburg. Das kennen wir doch irgendwo her: Gierige Börsenspekulanten, undurchsichtige Finanzhaie, die skrupellos große und kleine Opfer über die Klinge springen lassen. Der französische Romancier Émile Zola (1840 – 1902) hat den Spekulanten schon 1891 in seinem Roman „L‘Argent“ (Das Geld) ein „Denkmal“ gesetzt.

Das Hessische Landestheater bringt den „Finanzthriller“ von der Pariser Börse aus der Zeit um 1864 jetzt auf die Bühne. Haben sich die Reichen und Mächtigen in den vergangenen 150 Jahren verändert? Wohl kaum: Noch immer beherrschen dubiose Produkte die Börse, noch immer jagen Spekulanten dem Geld nach – so wie der Bankier Saccard, der eigentlich pleite ist, aber mit allen Mitteln versucht, seine Aktien wieder in die Höhe zu treiben. Zolas Roman ist bis heute ungemein aktuell. Er kritisiert ein Finanzgebaren, das auf Gewinn um jeden Preis ausgerichtet ist.

Inszeniert wird „Das Geld“ von Arnim Beutel. Es ist sein Regie-Debüt in Marburg. Beutel studierte an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, arbeitete als freier Schauspieler und Regisseur unter anderem in Berlin und Basel.

Das aufwändige Bühnenbild entwickelte Stephan Testi, wobei auf die Gewerke des Landestheaters viel Arbeit zukam. Hervorgehoben wird insbesondere Christian Zander.

Bereits um 19 Uhr wird der neugestaltete Theatervorplatz eingeweiht mit einer Klanginstallation von Björn SC 
 Deigner und im Anschluss an die Premiere mit den Firedancern.

  • Für die Premiere am Samstag, 3. Oktober, um 19.30 Uhr gibt es noch Karten. Weitere Vorstellungen sind am 7., 10., 13., 29. und 31. Oktober.

von Uwe Badouin

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