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Die Faszinationdes Bergsteigens

Martin Scharfe liest bei Elwert Die Faszinationdes Bergsteigens

Professor Martin Scharfe stellt am Donnerstag,18. April, ab 20 Uhr in der Buchhandlung Elwert sein Buch „Bilder aus den Alpen. Eine andere Geschichte des Bergsteigens“ vor.

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Marburg. Anhand von 66 Bildern aus den Beständen der Alpenvereinsmuseen in München und Innsbruck präsentiert der 77-jährige Kulturwissenschaftler eine kleine, nicht chronologisch geordnete Kulturgeschichte des Alpinismus.

Scharfe war selbst passionierter Bergsteiger und ist nach wie vor Bergwanderer. „Ich bin vertraut mit den Bergen, habe relativ viel gemacht“, sagte er gestern der OP. Die Berge haben ihn immer fasziniert, ihre gewaltige Natur, die große Einsamkeit in den Hochlagen. Es sei ein mächtiger Antrieb, sich selbst zu bewähren und dies körperlich zu spüren. Dies gilt bis heute: Warum, fragt Scharfe, steigen Menschen auf höchste Gipfel, verbunden mit enormen Risiken?

Heute gehe es oft darum, etwas Besonderes geschafft zu haben. Das war nicht immer so. Bis um 1800 waren die Gipfellagen für Menschen eigentlich tabu. Man stieg nur hinauf, wenn man musste, erklärt Scharfe, der an der Marburger Philipps-Universität Europäische Ethnologie lehrte. Und immer mit einem schlechten Gewissen, gegen ein Tabu zu verstoßen, Geister zu stören. Erst ab 1800 habe der Mensch auch diese Gebiete erkundet, um weiße Flecken auf den Landkarten zu tilgen. Sein Buch ist in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich: Die Bilder selbst, sagt Scharfe, sind bereits eine Deutung der Landschaft und der Erfahrung. Diese Bilder wiederum deutet ein Alpinist und Kulturwissenschaftler.

Der Eintritt ist frei.

Martin Scharfe: „Bilder aus den Alpen. Eine andere Geschichte des Bergsteigens“, böhlau-Verlag, 216 Seiten, 22,90 Euro

von Uwe Badouin

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