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Die Criminale-Anthologie ist da

26 kriminelle Kurzgeschichten Die Criminale-Anthologie ist da

Mit dem Erscheinen der Criminale-Anthologie ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf fest verankert auf der deutschen Krimi-Landkarte. 26 Autoren präsentieren 26 Tatorte.

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Die Grafik zeigt, wo im Landkreis gemordet wird. Zum Glück nur in der Fantasie der Krimiautorinnen und -autoren vom „Syndikat“.

Quelle: Sven Geske

Marburg. Sie ist druckfrisch, 389 Seiten dick, kostet 10,95 Euro und enthält mehr Morde und Verbrechen als jeder sonntägliche „Tatort“: Die criminale-
Anthologie „SoKo Marburg-
Biedenkopf“ ist endlich da, rechtzeitig zum Start der criminale, des großen Branchentreffens der im „Syndikat“ zusammengeschlossenen deutschsprachigen Krimiautoren.

Zum ersten Mal findet die criminale in Marburg statt. Vom 17. bis 24. April werden bis zu 300 Autorinnen und Autoren in Marburg erwartet – zu Lesungen, Vorträgen von echten Kriminalpolizisten über klassische Verbrechen und nicht zuletzt zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Lustvollen Mord und unterhaltsamen Totschlag verspricht Herausgeberin Christina Bacher, die 15 Jahre in Marburg gelebt hat, den Leserinnen und Lesern. 26 Kurzgeschichten enthält die Anthologie – und alle werden in den Anthologie-Lesungen vorgestellt. Den kompletten Überblick über das gesamte Programm finden Sie als PDF zum Herunterladen hier:

Criminale_2016 986,96 kB

Los geht es gleich am Montagabend um 18.30 Uhr in der Druckerei der Oberhessischen Presse mit „SCO(OP)! Ein Abend unter Helden“ (ausverkauft) und um 20 Uhr beim „Tanztee in den Tod“ in der Tanzschule Henseling.

Die 26 Schreibtischtäter waren rege: Gemordet wird überall im Kreis – in der Pizzeria Roma in Steffenberg ebenso wie im Restaurant Domingo’s im Marburger Hof, wo „Tödliche Tapas“ gereicht werden. Gemordet wird im Aquamar, in der SPD-Geschäftsstelle und der Deutschen Blindenstudienanstalt.

Die Krimi-Anthologie hat eine besondere Vorgeschichte: Interessenten konnten sich ein Verbrechen „kaufen“. Die vom „Syndikat“ und der Herausgeberin Christina Bacher ausgewählten Autoren besuchten anschließend die Tatorte und schrieben maßgeschneiderte Kurzkrimis.

Das Spektrum ist groß: Jürgen Hövelmanns Geschichte „Blutmondnacht“ etwa spielt in einem Weiler in der Eisenzeit etwa 500 vor Christus. Ein solches Dorf soll auf der Zeiteninsel bei Argenstein entstehen. Mystisch ist Anne Griebers „Die Seherin von Rauschenberg“.

Hier die Idylle, dort die Leiche

Herausgekommen ist ein kleiner, ungewöhnlicher Reiseführer quer durch den eigentlich sehr friedfertigen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Doch die Syndikats-Mitglieder sind nun einmal literarische „Auftragskiller“. Und sie tauchen so manches Fachwerkidyll in Blut.

Unter den Autoren sind zahlreiche preisgekrönte Krimi-Schriftsteller sowie Nominierte 
des renommierten Friedrich-Glauser-Preises der vergangenen Jahre. Und was haben sie im Landkreis gefunden? „Perfekte Settings“ für Krimis, wie Christina Bacher im Vorwort der Anthologie schreibt, denn die Schriftsteller lieben Gegensätze: Idyll auf der einen, die Leiche auf der anderen Seite.

So wünscht die Herausgeberin eine „spannende Lektüre“. Und sie warnt vor: „Ziehen Sie sich in Zukunft warm an, denn selbst durch die wärmste Stube zieht manchmal ein eiskalter Hauch.“
Die Anthologie gibt es im Marburger Buchhandel sowie in den OP-Geschäftsstellen im Franz-Tuczek-Weg 1 und im Schlossberg-Center.

  • Christina Bacher (HG.): SoKo Marburg-Biedenkopf. Kriminelle 
Kurzgeschichten zwischen Lahn und Ohm“, KBV-Verlag, 389 Seiten, 10,95 Euro.
  • Mehr Informationen zur Criminale finden Sie hier .

von Uwe Badouin

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