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Die Abräumer spielen am späten Abend

3 Tage Marburg - Rock- und Pop-Samstag Die Abräumer spielen am späten Abend

Freitag Regen, Sonntag wenige Schauer - der Samstag aber bot allerfeinstes Open-Air-Wetter. Zehntausende zogen durch die Stadt und besonders am späten Abend wurde es voll vor den großen Bühnen.

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Kaum ein Durchkommen: Proppenvoll war der Marktplatz bei Auftritt der Gießner Band „Turbo Sapienowa“ mit Sängerin Ina Gasolina.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Sie sind einfach kultig, die fünf Jungs von Boppin’ B aus Aschaffenburg. Mit ihrem Rockabilly und vor allem ihrer großartigen Show sind sie eine äußerst begehrte Gute-Laune-Festivalband. Auch am Samstagabend war es rappelvoll bei ihrem Auftritt: Auf der Freilichtbühne im Schlosspark gab es kaum ein Durchkommen - trotz sehr starker Konkurrenz.

Denn nur wenige Meter Luftlinie - und angesichts der Menschenmassen im Schlosspark - doch eine gefühlte Ewigkeit entfernt rockten „The Durgas“ auf der Parkbühne im hinteren Teil des Schlossparks unter einem fantastischen Vollmond. Die Gruppe um die polyglotten Weltenwanderer Christopher und Benjii Simmersbach gelten als eine der besten Independent-Live-Bands der USA - zu Recht.

Foto: Nadine Weigel

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War der Weg von der Freilicht- zur Parkbühne schon kaum zu bewältigen, so waren alle, die vielleicht noch einen Blick auf die Gießener Party-Russen-Ska-Gypsy-Punk-Band „Turbo Sapienowa“ werfen wollten, in einer fast aussichtslosen Situation. Die rockten auf dem Marktplatz, rissen dort die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hin. Der Weg dorthin war nicht nur wegen des steilen Abstiegs auf dem holprigen Kopfsteinpflaster beschwerlich, sondern vor allem wegen der Menschenmassen.

Dass der steile Anstieg hinauf zum Schloss ein idealer Platz ist, um erschöpfte und an Autos gewöhnte Zivilisationsmenschen abzupassen, hatten sich am Nachmittag einige Straßenmusiker gedacht. Sie machten Musik an Plätzen, an denen man gerne stehen blieb, um durchzuschnaufen - und wurden reichlich belohnt.

Die Bands am Samstagnachmittag haben es traditionell deutlich schwerer, ein Publikum zu finden. So „prügelten“ sich ab 16 Uhr etwa die Hardrocker von „State of Euphoria“ aus Wetzlar so gekonnt durch ihr Set, dass sich bei einem Abendkonzert etwa im KFZ die Metal-Szene vor Freude überschlagen würde. Aber an einem Nachmittag im Sonnenschein vor leeren Rängen? So ging es bis Boppin’ B den meisten Bands auf der großen Bühne.

Der Freitagabend gehört traditionell der Klassik: Auf dem marktplatz und am Schloss lauschten tausende Menschen Bläsern, Trommlern und Orchestern. Höhepunkt war das Höhenfeuerwerk um 23 Uhr. (Fotos: Nadine Weigel, Miriam Prüßner)

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Anders sah es am Marktplatz und auf den kleineren Bühnen aus: Am Marktplatz feierte am Nachmittag die Studierenden-Big-Band mit vielen Fans zu Soul, Funk, Pop und Jazz-Klängen. Und auch die Schülerbands der Musikschule sowie die Jazzer aus Eisenach und Marburg hatten jede Menge Fans mitgebracht.

Das galt auch für die alten Herren der Coverband „Accepted“ auf der ­Parkbühne, die sich als die Abräumer des Nachmittags erwiesen. „Wir haben nur eineinhalb Stunden, also reden wir weniger“, meinte Sänger Willy Reder. Schon nach wenigen Takten ihrer 50er- bis 80er-Jahre-Versionen sang das Publikum die alten Hits gutgelaunt mit.

von Uwe Badouin

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