Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Deutsche Komödie mit vielen Stars

„Alles ist Liebe“ Deutsche Komödie mit vielen Stars

Selten standen so viele deutsche Film- und TV-Stars für einen Film gleichzeitig vor der Kamera wie in der Weihnachtskomödie „Alles ist Liebe“. Die OP präsentiert den Kinospaß am Mittwoch Abend ab 20 Uhr gemeinsam mit dem Cineplex als Vorpremiere.

Voriger Artikel
Musentempel öffnet Türen für Party
Nächster Artikel
Ein glanzvoller Start in den Advent

Kerem (Fahri Yardim) und Simone (Katharina Schüttler) umarmen ihre Tochter Lotte (Katerina Gehrckens).

Quelle: Anne Wilk / Universal

Marburg. Weihnachtsfilme sind ein heikles Genre. Die Gefahr, mit einer Überdosis Rührseligkeit in zuckersüße Belanglosigkeit abzustürzen, lauert hinter jedem Tannenzweig. Bloß nicht in die Kitsch-Falle tappen! Der deutsche Komödien-Spezialist Markus Goller („Friendship!“, „Frau Ella“) vermeidet zu Beginn seines prominent besetzten Ensemblefilms „Alles ist Liebe“ nach einem Drehbuch von Jane Ainscough („Miss Sixty“) alle Betulichkeiten und legt Tempo vor.

Da bleibt die Figurenzeichnung zwangsläufig eher schematisch. Kurz vor dem Fest der Liebe regiert der ganz normale Wahnsinn, hektische Betriebsamkeit allerorten: Verkäuferin Kiki (Nora Tschirner) trifft nach zehn Jahren ihre große Liebe Jan (Tom Beck) wieder, der sich vom netten Jungen von nebenan zum eitlen Filmstar gewandelt hat.

Kikis schwuler Bruder Viktor (Christian Ulmen), ein Vollstreckungsbeamter, will endlich seinen Freund Klaus (Friedrich Mücke), einen Bestatter, zum Traualtar führen. Ein wunderbares Pärchen. Von ihrer Ehe verabschieden kann sich Clara (Heike Makatsch), als sie vom Seitensprung ihres Mannes Hannes (Wotan Wilke Möhring) erfährt, der aber dann reumütig um Ehefrau und Kind kämpft.

Kurzweilig aber überladen

Und so langsam wird es dann doch rührselig: Die herzensgute Simone (Katharina Schüttler) vergibt ihrem chaotischen, arbeitslos gewordenen Mann Kerem (Fahri Yardim) jeden Fauxpas, auch wenn der Gabentisch der Kinder leer bleibt. Und dann ist da noch Elmar Wepper als gestrandeter, obdachloser Weihnachtsmann-Darsteller Martin mit Bierfahne. Der Mann fürs Gemüt.

Kurzweilig ist dieser Beziehungsreigen auf jeden Fall geraten, aber zum Ende hin landet Gollers Chaos-Komödie dann doch unvermeidlich im zuckersüßen Fünffach-Happy-End. Inklusive leuchtender Kinderaugen und Schnee an Heiligabend.

Wie ein überladener Weihnachtsbaum mit zu vielen Kugeln wirkt dieser Film, ein paar Figuren weniger wären mehr gewesen. Und von diesen Menschen und ihrem wirklichen Leben mitten im Stress der Weihnachtszeit hätten wir dann gerne etwas mehr erfahren.

  • Mit dem Gutschein aus der Printausgabe vom Mittwoch, 3. Dezember, erhalten Sie zur OP-Vorpremiere (20 Uhr) ermäßigten Eintritt (5,70 Euro statt 7,20 Euro). Beim OP-Filmtest können Sie mit etwas Glück Kinokarten gewinnen. Teilnahmekarten gibt es im Cineplex. Einfach vor Ort ausfüllen und abgeben.

von Johannes von der Gathen und unseren Redakteuren

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier finden sie die Kommentare und Meinungen der Redakteure zu lokalen und weltpolitischen Themen sowie Glossen und augenzwinkernde Beträge. mehr