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Der Verführer steht in den Startlöchern

Don Juan Der Verführer steht in den Startlöchern

Seit Donnerstag herrscht reger Betrieb auf dem Marburger Marktplatz. Das Hessische Landestheater ist mit seinem großen Don-Juan-Tross vor Ort. Es bleiben nur noch wenige Tage bis zur Premiere am 17. Juni.

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Ogün Derendeli (Mitte) muss Stephanie Müller-Hagen (rechts) und Victoria Schmidt auseinander halten.

Quelle: Foto: Nadine Weigel

Marburg. „Ich weiß nicht, was die da machen“, sagt eine junge Frau zu einer Freundin. Die beiden saßen am Mittwochabend an einem der Außentische im Café am Markt, die in einer Woche zu Logenplätzen für „Don Juan“ werden. Seit Mittwoch probt das Hessische Landestheater am Marktplatz für sein großes Open-Air-Stück „Don Juan“. Die 1665 uraufgeführte Komödie über einen der größten Verführer der Literaturgeschichte ist eine ungeheuer aufwändige Produktion.

Das ist auch schon am Donnerstag zu spüren, auch wenn der 30-köpfige „Don Juan“-Chor noch nicht in Kostümen steckt und auch die zwölf Darsteller nur angedeutete Kostüme tragen. Insofern haben die jungen Frauen im Marktcafé recht: Es könnte auch eine Performance oder ein Flash-Mob sein.
Aber da gibt es ja schon eine schwarze Bühne mit einer Treppe hinauf zu einem Fenster im Haus Markt 8. Und leuchtend rote Stoffbahnen hängen vor der Rathausfassade.
Seit Wochen probt Intendant Matthias Faltz mit dem Team. Zwei Hauptrollen sind mit Ensemblemitgliedern besetzt: Martin Maecker spielt den großen Verführer Don Juan, der reihenweise die Herzen der Frauen bricht, sich ständig über moralische Normen und Widerstände hinwegsetzt. Ogün Derendeli spielt seinen pfiffigen und ängstlichen Diener Sganarelle.

Foto: Nadine Weigel (nw).

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Die anderen Rollen hat Faltz mit Gästen besetzt, damit das Landestheaterensemble Zeit hat, für die Eröffnungspremieren im Herbst zu proben. Darunter ist auch Oberbürgermeister Egon Vaupel – er spielt den steinernen Gast. Er wurde von Don Juan ermordet, als er die Ehre seiner Tochter retten wollte. Und er wird den Charmeur, dem die Frauen zu Füßen liegen, am Ende zur Hölle schicken.

 

Mittwoch galt es in erster Linie, die Bewegungen aufeinander abzustimmen. Geprobt wurde vorher im historischen Schwanhof. Nun sind die Wege deutlich länger. Immer wieder griffen Faltz und der musikalische Leiter Michael Lohmann ein. „Das wird schon“, meinte Dramaturg und Produktionsleiter Alexander Leiffheidt.

von Uwe Badouin


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