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Der Sommer wird gruselig

Waldbühne am Kaiser-Wilhelm-Turm Der Sommer wird gruselig

Seit 1890 geistert der Vampir Dracula durch die Fantasie der Menschen. Vom 29. Juli an kommt der todbringende Blutsauger fünf Abende lang auf die Waldbühne am Kaiser-Wilhelm-Turm.

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Thomas M. Held (von links), Markus Klauk, beide waren früher Ensemblemitglieder am Hessischen Landestheater, und die Marburger Schauspieler Daniel Sempf und Franziska Knetsch vom Landestheater bringen Bram Stokers „Dracula“ als Hörtheater auf die Waldbühne.

Quelle: Dennis Jagusiak

Marburg. Türen knarren, Fensterläden klappern im Wind, Blätter rauschen, Pferdegetrappel ist zu hören. Eine Kutsche kommt. Sie bringt eine der schillerndsten und seit gut 120 Jahren Angst verbreitende Figuren der Literaturgeschichte auf die Waldbühne auf den Lahnbergen: Dracula ist der Stammvater aller Vampire, die seither durch Hollywoodfilme geistern oder in der Literatur für Bestseller sorgen.

Der Grusel wird sich im Kopf abspielen. Kino für den Kopf versprechen Martin M. Held, Markus Klauk, Franziska Knetsch und Daniel Sempf, der Gründer der Marburger Hörtheatrale.

Sie alle sind ausgebildete und in Marburg sehr bekannte Schauspieler: Franziska Knetsch und Daniel Sempf sind Mitglieder des Landestheater-Ensembles. Markus Klauk spielte von 2003 bis 2005 in Marburg, Thomas M. Held von 1999 bis 2001.

Derzeit sind Klauk und Held ohnehin in Marburg: Beide proben mit Peter Radestock für „Das Phantom der Oper“, das am 10. August bei den Schlossfestspielen in Rauischholzhausen Premiere hat.

Vorher allerdings werden sie die Marburger das Gruseln lehren: Am 29. Juli hat um 21 Uhr „Dracula“ als Live-Hörtheater-Event Premiere. Die vier Schauspieler sprechen den Text von Bram Stoker, schlüpfen in verschiedene Rollen. Ergänzt wird ihr Spiel durch eine aufwändige Soundinstallation, an der Sempf und Ben Streibig, der Sohn des Marburger Schauspielers Thomas Streibig, seit Monaten arbeiten. Lichteffekte und Technik stellt das Landestheater bereit, das mit der Hörtheatrale kooperiert.

Gegründet wurde die Hör‑theatrale 2009 von Daniel Sempf. Seither hat er mit wechselnden Kollegen und stetig wachsendem Publikumszuspruch bereits drei Produktionen auf die Bühne gebracht – immer Sherlock-Holmes-Krimis von Arthur Conan Doyle.

Premiere ist am Freitag, 29. Juli, um 21 Uhr. Weitere Aufführungen sind am 30. und 31. Juli sowie am 1. und 2. August jeweils um 21 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es unter anderem in der OP-Geschäftsstelle im Schlossberg-Center.

von Uwe Badouin

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