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Der „Sidekick“ auf dem Weg zum Star

Mark Forster und Eva Croissant Der „Sidekick“ auf dem Weg zum Star

Über mangelnden Andrang brauchten sich die Veranstalter am Samstagabend im Marburger KFZ nicht beklagen. Schon um der Supporterin zu lauschen, standen die Zuschauer dicht gedrängt im kleinen Saal.

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Mark Forster ist auf dem Sprung zum Star und die Ex-Marburgerin Eva Croissant hat nicht nur hierzulande viele Fans. Beide zusammen ergeben ein tolles Konzert.Fotos: Jan Bosch

Quelle: Jan Bosch;+4915771542578 www.jan

Marburg. Die 22-jährige Eva Croissant begeisterte mit melancholischen Melodien, strotzend vor Selbstzweifel. Zwischen ihren Song ließ die erfolgreiche Schulabbrecherin das Publikum immer wieder mit netten Anekdötchen an ihrem Leben teilhaben. Unter anderem auch, warum sie mit Mark Forster auf Tour ist.

Der Hauptakt des Abends ließ etwas auf sich warten und damit auch genügend Zeit, die aktuellsten Bilder und Videos von Eva Croissant von gefühlten dreihundert Smart­phones in Richtung Facebook-Account zu schieben.

Unter großem Jubel betrat Marc Forster dann endlich die Bühne und ließ es sofort krachen. Aus dem rheinland-pfälzischen Provinznest Winnweiler hat er sich via Jacobsweg nach Berlin hochgearbeitet. Nach ein bisschen Jura-Studium und Sidekick-Dasein als „Polski Balboa“ bei Kurt Krömer, teilt er sich mittlerweile den Kaffeespender im Kreuzberger Studio mit Seed und Peter Fox.

In Top-Laune beendete der 28-Jährige in Marburg seine erfolgreiche „Auf dem Weg“-Tour 2013. Mit Nerd-Brille, Mehrtagebart und Schlägermütze, den Berliner-Hipster Markenzeichen, sprang Forster auf der Bühne umher, begeisterte das Publikum mit den Hits seines aktuellen Albums „Karton“.

Sein Sound ist Pop, mit eingängigen und Chart-tauglichen Melodien. Die Themen seiner Texte schöpft der Künstler aus dem Alltag. Mal fragt er, ob das Ziel überhaupt das Ziel sein muss, mal besingt er die schweren Tage der Fernbeziehung. So hin und her gerissen seine Texte sind, so abwechslungsreich ist auch die Musik. Mal hauchte er sensiblen Inhalt ins Mikro, beim nächsten Song sprang er zu melodiösen Elektro-Beats und feuerte seine Fans an. Die sangen textsicher mit, egal ob Eigenkomposition oder prima Coverversion des Freundeskreis-Hits „Anna“, bei der auch Forster sein Talent zu gutem Sprechgesang unter Beweis stellte.

Eine große Show zum Tour-Abschluss mit zufriedenem Publikum. Die Grundlage zum Erfolg hat Forster mit seinem Debüt-Album gelegt, auf der Bühne überzeugte er auch - beim nächsten Silberling könnt‘s ein wenig kantiger sein.

von Jan Bosch

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