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Der Samstag gehört den Theaterstudenten

Theatertage Der Samstag gehört den Theaterstudenten

Die Hessische Theaterakademie (HTA) ist ein Netzwerk aus zehn Studiengängen in Frankfurt, Gießen und Offenbach. Einige Studenten stellen ihre Arbeiten zu den Theatertagen am Samstag vor.

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Dramaturgie-Studenten in Frankfurt bei ihrem Projekt »Mord im Alltag«.

von Christine Krauskopf

Marburg . Die Dramaturgie-Studenten der Goethe-Universität in Frankfurt brauchen weder Bühne und noch ein artiges Publikum: Sie erobern mit ihrem „Mord im Alltag“ den öffentlichen Raum, konkret: von 13 bis 14 Uhr die Ecke Marktgasse/Wettergasse in der Marburger Oberstadt.

Einer der Organisatoren der Theatertage, Thomas Friemel, hat eine Vorstellung in Frankfurt auf der B-Ebene der S-Bahn miterlebt. Die Studenten haben über Zeitungsberichte recherchiert, wie der Mord im Alltag dargestellt wird, sich mit Verbrechensstrukturen und Täterprofilen beschäftigt.

Sie setzen sich auf einen Stuhl, behaupten, Mörder zu sein, und warten auf Passanten, die dann vor ihnen Platz nehmen. Fragen beantworten sie sachlich – aber nicht unbedingt wahrheitsgemäß. „Ruck-zuck rutscht man in die Rolle des schmierigen Kommissars und gibt sich dem eigenen Schauspiel hin“, berichtet Friemel fasziniert. Das Spiel wird eine Mischung aus Fiktion und Realität. Uwe Mengel leitet das Projekt.

Christian Grammel und John Mulhearn, Studenten der Theaterwissenschaften in Gießen, nähern sich Samstag der kulturellen Identität der Schotten mit dem Dudelsack (19 Uhr, Tasch 2), und Katharina Stephan und Philipp Karau erforschen in „Die Halbzarten“ das Rückschau-Halten alter Menschen. Als Ausgangspunkt dienten Überreste von hörbar alten Kassetten und Bändern, vertrauten Liedern, Videoschnipsel aus der Trümmer-Nachkriegszeit (ab 17 Uhr, Tasch 2).

Sarah Kortmann hat einen Beckett-Abend erarbeitet, der sich mit Menschen beschäftigt, die in einem Kreislauf gefangen sind. Mit Laura Linnenbaum, Daniel Schauf und Gabriel von Zadow und ihren Szenen aus „Die Räuber“ und „Maria Stuart“ gibt es dann noch ein bisschen Friedrich Schiller: Von ihm ist das Motto der Theatertage „Wehe wenn sie losgelassen“ entliehen (20.30 Uhr, Tasch 1).

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Freitagsausgabe der OP.

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