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Der Mann von der „Wolke 4“

Philipp Dittberner in der waggonhalle Der Mann von der „Wolke 4“

Auf „Wolke 4“ mit Philipp Dittberner: Fast 300 Zuhörer wollten den Berliner Chart-Stürmer in der Waggonhalle hören. Der Singer-Songwriter stellte mit Band-Unterstützung sein Debüt-Album „2:33“ vor.

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Philipp Dittberner stellte in der Waggonhalle mit seiner neuen Band sein Debüt-Album vor. Das
Publikum musste lange auf ihn warten.Foto: Jouka Röhm

Marburg. Bekannt wurde Dittberner Anfang des Jahres nur mit Stimme und Gitarre: Die minimalistische Aufnahme seines Songs „Wolke 4“ wurde vom Internet- zum Radio-Hit. Am Dienstagabend präsentiert sich der Newcomer mit Band und erstem Album.

Das vorwiegend junge Publikum geduldete sich, musste eine Dreiviertelstunde auf den Mann des Abends warten. Der smarte junge Mann mit Gitarre spielte dann neben seinen aktuellen auch einige ältere Stücke, die seit 2012 auf der Internetplattform Streamcloud veröffentlich sind - wie zum Beispiel die Songs „Barcelona“ oder seine Ode an die Heimat „Mein Berlin“. Beide Songs spielt Dittberner wie im Original solo.

Mit seiner musikalischen Verstärkung - bestehend aus Keyboard, E-Gitarre, Bass und Schlagzeug - vermeidet der Mann mit der leicht phlegmatischen Stimme aber den typisch schrammeligen Singer-Songwriter-Sound. Seine neuen Lieder tendieren viel mehr zu sphärischen Klängen: So der langsame Opener „Vorhang auf“ oder auch die verspielten Stücke „Neben dir“ und „Tretboot“. Dittberner erinnert dabei manchmal an seinen großen Kollegen Clueso.

Zwischendurch wechselt der Barde eifrig das Arbeitsgerät: So weicht einige Male die Akustik-Gitarre einer coolen Fender E-Gitarre, mit der der Sänger beweisen möchte, dass er eben auch mit Band funktioniert und sich neue Facetten erschließen kann.

Das Publikum hört interessiert zu, die Wenigsten haben den Berliner bei seinem letzten Gastspiel in der Waggonhalle im April gesehen.

„Ich spiele gerne in Marburg. Früher war ich aus privaten Gründen öfter hier“, erzählt Dittberner zwischen seinen Songs, ansonsten lässt er lieber seine Texte sprechen.

Inzwischen ist der Songwriter kein Vor-Act mehr, sondern selbst die Hauptattraktion. Seinen Hit „Wolke 4“ singt das Publikum dann gerne mit. Nach nur einer Stunde ist Dittberner mit seinem Programm schon am Ende - da sind fast alle der zwölf Titel des neuen Albums gespielt.

Erwähnenswert: Als Support hatte Dittberner die Sängerin Amy Warning dabei, die mit Gitarre und souliger Stimme einen tollen Auftritt hinlegte.

von Jouka Röhm

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